Steuerschulden für ein Vermächtnis sollten im Testament geregelt werden

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Steuerschulden für ein Vermächtnis sollten im Testament geregelt werden

Böse Überraschung

Steuerschulden für ein Vermächtnis sollten im Testament geregelt werden. Sonst kann es zu einer bösen Überraschung und Streit unter den Hinterbliebenen kommen. Vermacht etwa der verwitwete Erblasser das Wertpapiervermögen seiner Lebensgefährtin, so tragen seine drei erbenden Kinder hieraus resultierende Steuerschulden, z.B. im Fall der Hinterziehung der Steuer für Kapitalerträge durch den Erblasser. Es gibt nämlich keine gesetzliche Regel, wonach derjenige, der einen Gegenstand erhält, die damit verbundenen Ertragsteuern schuldet. Die haben dann die Erben zu zahlen, was sie ärgern wird, während die Lebensgefährt die Wertpapiere und Kapitalerträge ohne Steuerlast erhält. Das kann im Testament einfach geregelt werden, z.B. durch den Satz : „Der Vermächtnisnehmer trägt die mit dem ihm vermachten Gegenstand verbundenen Erbschaft- und Ertragsteuern, sofern sie nach dem Tod festgesetzt werden.“

Auch bei Entnahme aus dem Betriebsvermögen

Ein Steuerproblem stellt sich übrigens nicht nur bei hinterzogenen Steuern, sondern auch dann, wenn die Vermächtniserfüllung zulasten des erfüllenden Erben Ertragsteuern auslöst, weil es sich um eine Entnahme aus einem Betriebsvermögen handelt.  Das ist z.B. der Fall, wenn der Erblasser seiner Frau sein Geschäftsauto vermacht.

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