Steuerschulden für ein Vermächtnis sollten im Testament geregelt werden

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GerhardRuby 2017

Wie man die Steuerlast beim Vermächtnis mitregeln kann, erklärt Erbrechtler Gerhard Ruby.

 

Böse Überraschung

Steuerschulden für ein Vermächtnis sollten im Testament geregelt werden. Sonst kann es zu einer bösen Überraschung und Streit unter den Hinterbliebenen kommen. Vermacht etwa der verwitwete Erblasser das Wertpapiervermögen seiner Lebensgefährtin, so tragen seine drei erbenden Kinder hieraus resultierende Steuerschulden, z.B. im Fall der Hinterziehung der Steuer für Kapitalerträge durch den Erblasser. Es gibt nämlich keine gesetzliche Regel, wonach derjenige, der einen Gegenstand erhält, die damit verbundenen Ertragsteuern schuldet. Die haben dann die Erben zu zahlen, was sie ärgern wird, während die Lebensgefährt die Wertpapiere und Kapitalerträge ohne Steuerlast erhält. Das kann im Testament einfach geregelt werden, z.B. durch den Satz : „Der Vermächtnisnehmer trägt die mit demihm vermachten Gegenstand verbundenen Erbschaft- und Ertragsteuern, sofern sie nach dem Tod festgesetzt werden.“

Auch bei Entnahme aus dem Betriebsvermögen

Ein Steuerproblem stellt sich übrigens nicht nur bei hinterzogenen Steuern, sondern auch dann, wenn die Vermächtniserfüllung zulasten des erfüllenden Erben Ertragsteuern auslöst, weil es sich um eine Entnahme aus einem Betriebsvermögen handelt.  Das ist z.B. der Fall, wenn der Erblasser seiner Frau sein Geschäftsauto vermacht.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

 

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