Streit um den Pflichtteil

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[ 30.11.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Um Schenkungen zu Lebzeiten fetzen sich Angehörige oft und heftig. Wer es besonders gut versteht, die Mutter zu umgarnen, kann im Laufe der Jahre einiges abräumen. Enterbte, die sich später ihren Pflichtteil abholen wollen, schauen dann in die Röhre. Hinzu kommt, dass viele Beschenkte die Zuwendungen gegenüber Pflichtteilsberechtigten verschweigen oder bewusst kleinreden, um ihnen ja nicht zu viel abgeben zu müssen. Leichter wird es für Erben durch das sogenannte „neue Erbrecht“, das allerdings schon seit 2010 gilt, kaum. Im Gegenteil, durch immer vielfältigere Lebensformen wie Patchwork-Familien, Zweit- und Drittehen sowie gleichgeschlechtliche Partnerschaften verkompliziert sich die Lage. Zudem versterben hierzulande auch immer mehr Menschen ausländischer Herkunft. Jedes Mal muss geprüft werden, ob deutsches Erbrecht gilt, ausländisches oder gar beides. Die neue Europäische Erbrechtsverordnung hat hier aber eine Erleichterung gebracht. Seit dem 17.08.2015 gilt für EU-Angehörige grundsätzlich das Erbrecht ihres Lebensmittelpunktes, also des Staates, wo sie überwiegend wohnen und leben. Sie können allerdings im Testament das Recht ihres Heimatstaates wählen.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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