Testamentsfälschung: Mal sind es plumpe Fälschungen, mal Meisterwerke

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Testamentsfälschung: Mal sind es plumpe Fälschungen, mal Meisterwerke. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Konstanz, Radolfzell, Rottweil, Villingen-Schwenningen.

Testamentsfälschung

Immer wieder tauchen nach Todesfällen Testamente auf, die sich als unecht erweisen. Mal sind es plumpe Fälschungen, mal Meisterwerke vom Format eines Konrad Kujau (Hitler-Tagebücher). So legte in einem Ferienort im Schwarzwald die Nichte des Erblassers ein gefälschtes Testament vor und ergaunerte sich 1,2 Millionen. Als alles aufflog, landete die Fälscherin im Gefängnis.
Mitunter wirkt das Schriftbild seltsam fahrig und gekünstelt. Das mag daran liegen, dass ein Verwandter den Großvater beim Aufsetzen des Testamentes die zittrige Hand geführt hat. Wenn der Helfer dann – rein zufällig – den Löwenanteil von Opas Vermögen abstaubt, wittert die Familie betrug.

Ob ein Testament echt oder gefälscht ist, bringt das Gutachten eines Schriftsachverständigen ans Licht.

Nicht jeder Erbkrieg, der vor Gericht landet, geht auf die kriminelle Energie der Beteiligten zurück. Manchmal haben sich vererbende einfach nur im Gestrüpp der Paragrafen verheddert. „Die Tretmienen liegen oft dort, wo selbst viele Juristen, die nicht auf Erbrecht spezialisiert sind, sie nicht vermuten“.

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