Testamentsvollstreckerzeugnis: Der Nachweis für die Testamentsvollstreckerbefugnisse

  1. Startseite
  2. T [Erbrecht verständlich von A - Z]
  3. Testamentsvollstreckerzeugnis: Der Nachweis für die Testamentsvollstreckerbefugnisse

 

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

So wie der Erbe einen Erbschein als Ausweis über sein Erbrecht bekommt, erhält der Testamentsvollstrecker auf Antrag ein Testamentsvollstreckerzeugnis, damit er im Rechtsverkehr seine Verfügungsbefugnis nachweisen kann. Das TV-Zeugnis ist vom TV nach Beendigung seines Amtes an das Nachlassgericht zurückzugeben. Zu beachten ist die Besonderheit, dass das TV-Zeugnis von selbst kraftlos wird, wenn der TV sein Amt beendet, d.h. alle seine Aufgaben erledigt hat. Hier braucht es also keiner Einziehung oder Kraftloserklärung wie beim Erbschein.

§ 2368 BGB Testamentsvollstreckerzeugnis
(1) Einem Testamentsvollstrecker hat das Nachlassgericht auf Antrag ein Zeugnis über die Ernennung zu erteilen. Ist der Testamentsvollstrecker in der Verwaltung des Nachlasses beschränkt oder hat der Erblasser angeordnet, dass der Testamentsvollstrecker in der Eingehung von Verbindlichkeiten für den Nachlass nicht beschränkt sein soll, so ist dies in dem Zeugnis anzugeben.
(2) (aufgehoben)
(3) Die Vorschriften über den Erbschein finden auf das Zeugnis entsprechende Anwendung; mit der Beendigung des Amts des Testamentsvollstreckers wird das Zeugnis kraftlos.

 

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie kann sich ein Miterben dagegen schützen, dass sein Miterbe seinen Anteil am Nachlass an einen Dritten verkauft?

Wenn ein Miterbe seinen Anteil am Nachlass an einen Dritten verkauft. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Durch das den Miterben zustehende Vorkaufsrecht, das binnen einer Frist von zwei Monaten ausgeübt werden muss. Das ist der einzige Fall eines gesetzlichen Vorkaufsrechts im BGB. § 2034 BGB Vorkaufsrecht gegenüber dem Verkäufer    (1) Verkauft ein Miterbe seinen…

BGB § 2108 Erbfähigkeit; Vererblichkeit des Nacherbrechts

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby 1. Ist das Recht des Nacherben auf den Nachlass vererblich? Ja. Wenn der Erblasser E stirbt, geht die Erbschaft zwar zunächst an den Vorerben V über, der Nacherbe N erwirbt aber schon ein Anwartschaftsrecht auf die Erbschaft. Dieses Anwartschaftsrecht kann der als Nacherbe eingesetzte an seine eigenen Erben vererben oder…

Wohnsitz des Erblassers bestimmt zuständiges Nachlassgericht

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Wohnsitz ist der Ort, den eine Person als dauernden Mittelpunkt ihrer Lebensverhältnisse gewählt hat. Eine Anmeldung beim Einwohneramt ist für die Begründung eines Wohnsitzes im zivilrechtlichen Sinne nicht erforderlich.  Es sind auch mehrere Wohnsitze möglich.  Aufgehoben wird der Wohnsitz wenn der Betroffene aus Sicht eines objektiven Dritten die Niederlassung tatsächlich aufgegeben…

Menü