Schenkungsteuer schenken

  1. Startseite
  2. U [Steuern sparen von A bis Z]
  3. Schenkungsteuer schenken

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Villingen

Schenkungsteuer schenken

Nach § 10 Abs. 2 ErStG kann der Schenker die Entrichtung der vom Beschenkten geschuldeten Steuer selbst übernehmen. Schenkt zum Beispiel die Tante der Nichte ein Grundstück kann sie ihr zusätzlich (also neben dem Grundstück) die von der Nichte zu zahlende Schenkungsteuer schenken. In diesen Fällen gilt nach dem Gesetz „als Erwerb der Betrag, der sich bei einer Zusammenrechnung des Erwerbs (des Grundstücks) mit der aus ihm errechneten Steuer ergibt“.

Steuern sparen

Die Tante schenkt der Nichte ein Hausgrundstück im Wert von 820.000 Euro. Nach Abzug des Freibetrags von 20.000 Euro beläuft sich die Bemessungsgrundlage für die Schenkungsteuer auf 800.000 Euro. Die Nichte hätte also 30 % Schenkungsteuer hieraus, mithin 240.000 Euro an Steuern zu zahlen. Als Erwerb nimmt das Gesetz also 820.000 Euro plus 240.000 Euro, mithin 1.060.000 Euro an.

Zieht man von diesen 1.060.000 Euro den Freibetrag der Nichte von 20.000 Euro ab, ergeben, sich 1.040.000 Euro, die mit 30 % zu versteuern, sind. Es fällt also eine Schenkungsteuer von 312.000 Euro an.

Es ergibt sich eine Steuerersparnis von 30 % x (312.000 minus 240.000) = von 21.600 Euro.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Anfechtung (Testament, Erbvertrag): Wenn der letzte Wille kassiert wird

Druckansicht öffnen  [ 19.03.2014 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Die Anfechtung vernichtet die angefochtene Verfügung von Todes wegen in Testament oder Erbvertrag  1. Rechtsfolgen der Anfechtung Die pauschale Aussage „Ich werde das Testament anfechten“ ist in der Regel rechtlich falsch. 1.1 Grundsatz: Unwirksamkeit der Einzelverfügung Es ist nämlich zunächst festzuhalten, dass mit der Anfechtung grundsätzlich nicht…

Was versteht man eigentlich unter dem „Anfall“ der Erbschaft?

„Anfall“ der Erbschaft. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Was versteht man eigentlich unter dem „Anfall“ der Erbschaft? Frage: Was versteht man eigentlich unter dem „Anfall“ der Erbschaft? Antwort: Anfall der Erbschaft ist der rechtstechnische Begriff für den Übergang der Erbschaft auf den Erben. Dieser Übergang wird technisch als Anfall der Erbschaft bezeichnet (§ 1942 Abs. 1…

Wenn die Bankvollmacht missbraucht wird

Mittlerweile sind unzählige Bank- und Vorsorgevollmachten erteilt worden. Alleine in unserer Kanzlei werden Jahr für Jahr über zweitausend Vorsorgevollmachten ausgestellt. Das macht Sinn. Wenn die Eltern nicht mehr selbst für sich sorgen können, ist es gut wenn eines oder mehrer Kinder, die anfallenden Geschäfte für sie erledigen können. Die Vollmachtserteilung setzt aber unbedingtes und berechtigtes…

Menü