Unbeschränkte Steuerpflicht

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Villingen – Radolfzell – Rottweil

Deutsche Erbschaftsteuer, wenn der Verstorbene oder Erbe in Deutschland wohnt

Bei der Erbschaftsteuer werden beschränkte und unbeschränkte Steuerpflicht unterschieden. Beschränkte Steuerpflicht liegt vor, wenn sowohl der Zuwendende wie der Erwerber steuerlich Nicht-Inländer sind. Ist nur einer der beiden steuerlich ein Inländer, so liegt unbeschränkte Steuerpflicht vor. Inländer ist nach dem Steuerrecht eine Person, die in Deutschland ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Unbeschränkte Erbschaftsteuer-/Schenkungsteuerpflicht ist gegeben, wenn entweder

  • der Erblasser im Zeitpunkt seines Todes oder
  • der Schenker im Zeitpunkt der Schenkungsausführung oder
  • der Erwerber im Zeitpunkt der Steuerentstehung

ein Inländer ist.

Besteuert wird das Weltvermögen

Bei der unbeschränkten Steuerpflicht wird das Weltvermögen (Inlandsvermögen + Auslandsvermögen) des Steuerpflichtigen der Erbschaftsteuer unterworfen (also auch die Finca in Spanien). Ausnahmen gelten bei Doppelbesteuerungsabkommen. Natürliche Personen sind Steuerinländer wenn sie im Zeitpunkt des Erbfalls oder der Schenkung ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Es reicht also aus, wenn der Erbe noch in Deutschland wohnt. Deutsche, die ihren Wohnsitz noch nicht länger als fünf Jahre ins Ausland verlegt haben, gelten ohnehin nach wie vor als Steuer-Inländer. Beschränkte Steuerpflicht liegt vor, wenn der Zuwendende oder der Erwerber keine Inländer im steuerlichen Sinne sind und Inlandsvermögen im Sinne des § 121 BewG erworben bzw. zugewendet wird. Geldvermögen ist übrigens kein Inlandvermögen! Bei einem nur beschränkt Steuerpflichtigen unterliegt nur das Vermögen, das in Deutschland belegen ist, der deutschen Erbschaft- und Schenkungsteuer.

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