Ex-Ehefrau „erbt“ die alte Versicherung und die aktuelle schaut in die Röhre

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Ex-Ehefrau „erbt“ die alte Versicherung und die aktuelle schaut in die Röhre

Ex-Ehefrau „erbt“ die alte Versicherung und die aktuelle schaut in die Röhre. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Ex-Ehefrau „erbt“ die alte Versicherung und die aktuelle schaut in die Röhre

Oft streiten zweiter und erster Ehegatte um die Versicherung des Erblassers, wenn diese während der Ehe des ersten, mittlerweile geschiedenen Ehegatten abgeschlossen wurde. Enthält der Versicherungsschein die Formulierung , dass der „Ehegatte der versicherten Person“ das Geld erhalten soll, stellt die Rechtsprechung auf den Ehegatten ab, der im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses der Bezugsberechtigte war. Der geschiedene Ex-Ehegatte lacht sich ins Fäustchen und Ehegatte Nummer 2 schaut in die Röhre.

Der Bundesgerichtshof entschied in einem solchen Fall:

Die Erklärung des Versicherungsnehmers in einem Versicherungsantrag, im Falle seines Todes solle „der Ehegatte der versicherten Person“ Bezugsberechtigter der Versicherungsleistung sein, ist auch im Fall einer späteren Scheidung der Ehe regelmäßig dahin auszulegen, dass der mit dem Versicherungsnehmer zum Zeitpunkt der Festlegung der Bezugsberechtigung verheiratete Ehegatte begünstigt sein soll.

BGH, Urteil vom 14.2.2007 – Aktenzeichen: IV ZR 150/05

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Sozialhilfe zahlt einfache Bestattung

Sozialhilfe zahlt einfache Bestattung

BGH zu Behindertentestament und Ergänzungsbetreuung

BGH zu Behindertentestament und Ergänzungsbetreuung

Erbteilung: Ausgleichung von Schenkungen im Todesfall

Erbteilung: Ausgleichung von Schenkungen im Todesfall, wenn das beschenkte Kind vor dem Erblasser verstorben ist

Menü