Verwandtschaft hat rechtliche Folgen

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

Verwandtschaft ist die Verbindung von Personen durch blutmäßige Abstammung.

Eltern, ihre Kinder und ihre Enkel sind z. B. in gerader Linie miteinander verwandt, während mehrere Personen, die von derselben dritten Person abstammen (z. B. Geschwister) in der Seitenlinie miteinander verwandt sind.

Durch die Adoption eines minderjährigen Kindes wird es im Rechtssinne verwandt mit dem adoptierenden Paar bzw. der adoptierenden Person. Die Verwandtschaft ist dann der Blutsverwandtschaft gleichgestellt.

Der jeweilige Grad der Verwandtschaft bestimmt sich nach der Zahl der Geburten, durch die sie vermittelt wird (Gradualsystem). Eltern und Kind sind in gerader Linie im ersten Grad miteinander verwandt. Bruder und Schwester sind in der Seitenlinie im zweiten Grad miteinander verwandt. Tante und Nichte sind ebenfalls in der Seitenlinie, jedoch im dritten Grad miteinander verwandt.

Die Verwandtschaft bzw. ihr Grad ist bei der Ermittlung und Feststellung der gesetzlichen Erbfolge nach dem Erblasser entscheidend. Daneben spielt sie insbesondere im Unterhaltsrecht eine bedeutende Rolle, da hier die enge Verwandtschaft eine Unterhaltungspflicht gegenüber Bedürftigen begründen kann.

 

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