Villinger Erbrechtstage – Erbrechtliches Vitamin B schützt vor Erbschleichern

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht in Villingen-Schwenningen

Michael Nopper, Leiter des Bildungszentrums im Villinger Münsterzentrum kam bei den Villinger Erbrechtstagen ins Schwitzen. Er musste alles an Stühlen herbeischaffen, was das Münsterzentrum zu bieten hatte, um den Besuchern der Villinger Erbrechtstage einen Sitzplatz zu verschaffen. Schon eine Stunde vor Beginn trafen die ersten ein. Der Ewald-Huth-Saal war mit über 200 Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt. Gerhard Ruby, Landesleiter des Deutschen Forum für Erbrecht, führte die Gäste durch die Untiefen des Erbrechts, gab Tipps zu Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung, z.B. dass die Vorsorgevollmacht für nur 10 Euro kostengünstig bei den Betreuungbehörden der Landratsämter beglaubigt werden könne. Er warnte aber auch: Eine Vorsorgevollmacht setze immer absolutes Vertrauen in die Person des Bevollmächtigten voraus. Wo in diesem Punkt Zweifel bestünden, sei ein Betreuungsverfügung, die zur Kontrolle des Betreuers durch das Betreuungsgericht führe, die bessere Wahl. Dann stellte er die Patientenverfügung vor, in der es um Zustimmung oder Ablehnung von künstlicher Ernährung, lebensverlängernden Maßnahmen oder komplizierten Operationen geht . In diesem Zusammenhang lobte Ruby die Ärzteschaft der Region sowie die Einrichtung der Ethikkommissionen, die fachkundige Beratung und Entscheidungshilfe anböten. Eine Patientenverfügung solle auf jeden Fall auch mit dem Hausarzt besprochen werden, der den Gesundheitszustand des Patienten am Besten kenne. Im Steuerrecht gab er den Familien Entwarnung. Wo Ehegatte, Kinder und Enkel vorhanden seien, falle in Anbetracht der großen Freibeträge und der Möglichkeit der steuerfreien Vererbung des Familienheims bei Normalvermögen mit Haus und Erspartem nur selten Steuer an. Die gesetzliche Erbfolge hingegen führe oft zu unerwünschten Ergebnissen, so bei kinderlosen Ehepaaren, Geschiedenen, Familien mit Sorgenkindern, Alleinstehenden, Lebensgefährten oder Patchworkern. Eine Erstberatung bei einem Erbrechtsspezialisten, die nur 190 Euro netto koste, sei günstig und segensreich. Abschließend wurden Vorteile und Probleme des Berliner Testaments anschaulich aufgezeigt. Die zunehmende Erbschleicherei wurde ebenfalls problematisiert. Ein guter Schutz gegen Erbschleicherei sei „viel erbrechtliches Vitamin B“, nämlich die Bindungswirkung des Berliner Testaments und die Betreuungsverfügung mit Betreuung des Betroffenen durch Betreuer und Betreuungsbericht.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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