Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung?

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Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung?

Das Testament regelt die Zeit nach Ihrem Tod, nicht die Zeit davor. Wenn Sie jedoch vor Ihrem Tod keine Entscheidungen mehr treffen können, weil Sie zum Beispiel dement werden oder im Koma liegen, übernimmt diese Aufgabe ein Betreuer für Sie. Der Betreuer wird vom Amtsgericht bestimmt und kann eine fremde Person sein.

Wenn Sie nicht wollen, dass Sie von einer fremden Person betreut werden, die dann auf Ihr gesamtes Vermögen Zugriff hat, müssen Sie rechtzeitig Vorsorge treffen. Hierzu können Sie mittels einer Vorsorgevollmacht eine Privatperson Ihres Vertrauens zu Ihrem Bevollmächtigten bestimmen. Sie können aber auch mit einer Betreuungsverfügung eine Person benennen, die später Ihr amtlicher Rechtsbetreuer wird. Zusätzlich zum Testament sollten Sie also noch den hoffentlich nicht eintretenden Fall Ihrer Geschäftsunfähigkeit regeln. Von drei Personen wird nämlich eine im Alter dement. Die Mittel hierfür sind die Vorsorgevollmacht, bei der alles ohne Gericht geregelt wird oder eine Betreuungsverfügung, bei der der Betreuer unter Aufsicht des Betreuungsgerichts steht.

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