Wann kann der Erblasser dem Ehegatten den Pflichtteil entziehen?

  1. Startseite
  2. E [Erbrecht verständlich von A - Z]
  3. Wann kann der Erblasser dem Ehegatten den Pflichtteil entziehen?

Wann kann der Erblasser dem Ehegatten den Pflichtteil entziehen? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Wann kann der Erblasser dem Ehegatten den Pflichtteil entziehen?

§ 2333 BGB Entziehung des Pflichtteils
   (1) Der Erblasser kann einem Abkömmling den Pflichtteil entziehen, wenn der Abkömmling
   1. dem Erblasser, dem Ehegatten des Erblassers, einem anderen Abkömmling oder einer dem Erblasser ähnlich nahe stehenden Person nach dem Leben trachtet,
   2. sich eines Verbrechens oder eines schweren vorsätzlichen Vergehens gegen eine der in Nummer 1 bezeichneten Personen schuldig macht,
   3. die ihm dem Erblasser gegenüber gesetzlich obliegende Unterhaltspflicht böswillig verletzt oder
   4. wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ohne Bewährung rechtskräftig verurteilt wird und die Teilhabe des Abkömmlings am Nachlass deshalb für den Erblasser unzumutbar ist. Gleiches gilt, wenn die Unterbringung des Abkömmlings in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Entziehungsanstalt wegen einer ähnlich schwerwiegenden vorsätzlichen Tat rechtskräftig angeordnet wird.
   (2) Absatz 1 gilt entsprechend für die Entziehung des Eltern- oder Ehegattenpflichtteils.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Testament schreiben, wenn man nicht lesen kann?

Kann man ein Testament schreiben, wenn man nicht mehr lesen kann ? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Konstanz, Radolfzell, Rottweil, Villingen-Schwenningen.  Kann man ein Testament schreiben, wenn man nicht mehr lesen kann ? Kann der Erblasser nicht lesen, so kann er nicht selbst ein Testament errichten, d.h. er kann nicht von eigener…

Grundbuchamt: Genügt nach Erbausschlagung notarielles Testament oder ist Erbschein erforderlich?

Grundbuchamt nach Erbausschlagung. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Grundbuchamt nach Erbausschlagung Frage: Ich bin zusammen mit meinen drei Brüdern Erbe meiner Mutter. Sie hat ein notarielles Testament errichtet. Einer meiner Brüder hat nun sein Erbe von 1/3 ausgeschlagen, weil er überschuldet ist. Nach der testamentarischen Regelung sind nun meine zwei Brüder und ich Miterben zu je…

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Testament gültig ist?

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Testament gültig ist? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Testament gültig ist? Bei einem eigenhändigen Testament = Privattestament = handschriftliches Testament ist am Wichtigsten die Handschriftlichkeit von A bis Z. Von der Überschrift (am Besten „Testament“ oder „Letzter Wille“) über den Inhalt…

Menü