Wann wird Verfügung eines Nichtberechtigten nachträglich wirksam?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Wann wird Verfügung eines Nichtberechtigten nachträglich wirksam?

Wann wird Verfügung eines Nichtberechtigten nachträglich wirksam? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Wann wird die Verfügung eines Nichtberechtigten über einen Gegenstand nachträglich wirksam?
  • Wenn der Berechtigte sie genehmigt.
  • Wenn der Verfügende den Gegenstand erwirbt.
  • Wenn der Berechtigte den Verfügenden beerbt und für die Nachlassverbindlichkeiten unbeschränkt haftet.

§ 185 Verfügung eines Nichtberechtigten
(1) Eine Verfügung, die ein Nichtberechtigter über einen Gegenstand trifft, ist wirksam, wenn sie mit Einwilligung des Berechtigten erfolgt.
   (2) Die Verfügung wird wirksam, wenn der Berechtigte sie genehmigt oder wenn der Verfügende den Gegenstand erwirbt oder wenn er von dem Berechtigten beerbt wird und dieser für die Nachlassverbindlichkeiten unbeschränkt haftet. In den beiden letzteren Fällen wird, wenn über den Gegenstand mehrere miteinander nicht in Einklang stehende Verfügungen getroffen worden sind, nur die frühere Verfügung wirksam.


Ein Tipp von RA Ruby

Wenn also der Erblasser zugunsten eines Dritten über eine Sache verfügt, die nicht ihm, aber seinem (späteren) Erben gehört, dann wird mit dem Erbfall die Verfügung geheilt („Heilung durch Haftung“), weil der Erbe für die Nachlassverbindlichkeiten haftet, es sei denn er beschränkt die Haftung auf den Nachlass.

Erbrechtskanzlei RUBY –  Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland –  Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Gibt es auch in Spanien ein Grundbuch?

Gibt es auch in Spanien ein Grundbuch?

Die Stiftung gehört sich selbst. Was bedeutet das?

Stiftung: Die Stiftung gehört sich selbst

Vorweggenommene Erbfolge in Zivil- und Steuerrecht

Vorweggenommene Erbfolge in Zivil- und Steuerrecht

Menü