Was ist eine Erbengemeinschaft?

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[ 08.01.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Fällt die Erbschaft mehreren Personen zu, so bilden diese eine Erbengemeinschaft.

§ 2032 BGB Erbengemeinschaft

(1) Hinterlässt der Erblasser mehrere Erben, so wird der Nachlass gemeinschaftliches Vermögen der Erben.

(2) Bis zur Auseinandersetzung gelten die Vorschriften der §§ 2033 bis 2041.

Der Nachlass geht mit Eintritt des Erbfalls ungeteilt auf die Erbengemeinschaft über und wird gemeinschaftliches Vermögen der Erben in Form einer Gesamthandsgemeinschaft. Das bedeutet, dass dem einzelnen Miterben ein Anteil am gesamten Nachlass, jedoch nicht ein Anteil an den einzelnen Nachlassgegenständen zusteht. Der Miterbe darf über seinen Erbanteil an dem Nachlass (das ist sein Kuchenstück an der gesamten Erbschaftstorte) verfügen. Das unterscheidet die Erbengemeinschaft von anderen Gesamthandsgemeinschaften, wie der Gesellschaft bürgerlichen Rechts. 

§ 2033 BGB Verfügungsrecht des Miterben

(1) Jeder Miterbe kann über seinen Anteil an dem Nachlass verfügen. Der Vertrag, durch den ein Miterbe über seinen Anteil verfügt, bedarf der notariellen Beurkundung.

(2) Über seinen Anteil an den einzelnen Nachlassgegenständen kann ein Miterbe nicht verfügen.

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