Was ist eine „Verlassenschaft“?

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Was ist eine „Verlassenschaft“? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Was ist eine „Verlassenschaft“?

Im österreichischen Erbrecht bezeichnet man als Verlassenschaft den Nachlass, nämlich als das, was der Erblasser hinterlassen und damit verlassen hat.

Verlassenschaft
§ 531 ABGB
Der Inbegriff der Rechte und Verbindlichkeiten eines Verstorbenen, insofern sie nicht bloß in persönlichen Verhältnissen gegründet sind, heißt desselben Verlassenschaft oder Nachlass.


Ein Tipp von Gerhard Ruby

Aus der Sicht des Erben wird die Verlassenschaft als Erbschaft bezeichnet.

Erbrecht und Erbschaft
§ 532 ABGB
Das ausschließende Recht, die ganze Verlassenschaft, oder einen in Beziehung auf das Ganze bestimmten Teil derselben (z.B. die Hälfte, ein Drittteil) in Besitz zu nehmen, heißt Erbrecht. Es ist ein dingliches Recht, welches gegen einen jeden, der sich der Verlassenschaft anmaßen will, wirksam ist. Derjenige, dem das Erbrecht gebührt, wird Erbe, die Verlassenschaft, in Beziehung auf den Erben, Erbschaft genannt.

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