Was ist unter der Enterbung in guter Absicht zu verstehen?

  1. Startseite
  2. E [Erbrecht verständlich von A - Z]
  3. Was ist unter der Enterbung in guter Absicht zu verstehen?

Was ist unter der Enterbung in guter Absicht zu verstehen? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Was ist unter der Enterbung in guter Absicht zu verstehen?

Die Beschränkung des Pflichtteilsrechts eines Abkömmlings, der sich in solchem Maße der Verschwendung ergeben hat oder in einem solchen Maße überschuldet ist, dass sein späterer Erwerb erheblich gefährdet wird, durch die Anordnung des Erblassers, dass nach dem Tode des Abkömmlings dessen gesetzliche Erben das ihm Hinterlassene oder den ihm gebührenden Pflichtteil als Nacherben oder als Nachvermächtnisnehmer erhalten sollen, oder auch, dass die Verwaltung für die Lebenszeit des Abkömmlings einem Testamentsvollstrecker übertragen wird, der dem Abkömmling den jährlichen Reinertrag abzuliefern hat.

§ 2338 BGB Pflichtteilsbeschränkung
   (1) Hat sich ein Abkömmling in solchem Maße der Verschwendung ergeben oder ist er in solchem Maße überschuldet, dass sein späterer Erwerb erheblich gefährdet wird, so kann der Erblasser das Pflichtteilsrecht des Abkömmlings durch die Anordnung beschränken, dass nach dem Tode des Abkömmlings dessen gesetzliche Erben das ihm Hinterlassene oder den ihm gebührenden Pflichtteil als Nacherben oder als Nachvermächtnisnehmer nach dem Verhältnis ihrer gesetzlichen Erbteile erhalten sollen. Der Erblasser kann auch für die Lebenszeit des Abkömmlings die Verwaltung einem Testamentsvollstrecker übertragen; der Abkömmling hat in einem solchen Falle Anspruch auf den jährlichen Reinertrag.
   (2) Auf Anordnungen dieser Art findet die Vorschrift des § 2336 Abs. 1 bis 3 entsprechende Anwendung. Die Anordnungen sind unwirksam, wenn zur Zeit des Erbfalls der Abkömmling sich dauernd von dem verschwenderischen Leben abgewendet hat oder die den Grund der Anordnung bildende Überschuldung nicht mehr besteht.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Was ist eine „Europäische Größeneinheit“ (EGE)?

Europäische Größeneinheit. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Europäische Größeneinheit Europäische Größeneinheiten sind ein Maßstab für die Betriebsgröße eines landwirtschaftlichen Betriebs. Eine EGE entspricht derzeit einem Produktionswert von 1.200 Euro. Er wird im Rahmen der Ermittlung des Wertes eines landwirtschaftlichen Betriebs für Zwecke der Erbschaftsteuer benötigt. Grundsätzlich muss der Wert des Wirtschaftsteils eines landwirtschaftlichen Betriebs nach dem…

Erbt mein vor dem 1.7.1949 als nichteheliches Kind geborener Stiefbruder?

Vor dem 1.7.1949 als nichteheliches Kind geboren. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Vor dem 1.7.1949 als nichteheliches Kind geboren Frage: Mein leiblicher Vater ist im Krieg gefallen. Meine Mutter heiratete neu. Zu einer Adoption durch meinen Stiefvater kam es leider nie, weil meine Großmutter väterlicherseits nicht wollte, dass der Familiennamen meines leiblichen Vaters untergehen könnte….

Bodenschätze

Druckansicht öffnen  [ 14.10.2013 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby   1. Erbschaftsteuer: Wie werden Bodenschätze bewertet? Bodenschätze gehören regelmäßig zu einem Betriebsvermögen und werden bei der Bewertung des Betriebsvermögens miterfasst. Im Ausnahmefall, dass Bodenschätze nicht zu einem Betriebsvermögen gehören, gilt § 12 Abs. 4 ErbStG: § 12 BewG Bewertung    (1) Die Bewertung richtet…

Menü