Was sollte in einem Testament geregelt werden?

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Was sollte in einem Testament geregelt werden?

Was sollte in einem Testament geregelt werden?

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Zunächst muss klar geregelt sein, wer Ihr Erbe bzw. Ihre Erben werden sollen. Das ist das Allerwichtigste!

Sinnvoll kann auch eine genaue Aufteilung des Vermögens durch Teilungsanordnungen sein. Dann sind Wertunterschiede unter den Erben auszugleichen. Soll kein Wertausgleich stattfinden, müssen sogenannte Vorausvermächtnisse angeordnet werden.

Oft besteht auch der Wunsch, neben dem eigentlichen Erben weitere Personen abzusichern oder zu bedenken. Hierzu können Sie im Testament Vermächtnisse festlegen. Sie können im Testament sogar Wohnrechte oder Nießbrauchsrechte zuwenden. Beispielsweise können Sie im Testament formulieren, dass Ihr Kind Alleinerbe wird, dass aber Ihr Ehegatte das lebenslange Wohnrecht am Familienheim bekommt. Solche Regelungen sind auch steuerlich vorteilhaft, da Sie möglichst viele Freibeträge nutzen können.

Wenn Sie über umfangreiches Vermögen verfügen oder mehrere Personen zu Erben einsetzen möchten, empfiehlt es sich eventuell einen Testamentsvollstrecker einzusetzen. Dieser führt dann die Aufteilung des Vermögens und die Abwicklung der Erbschaft durch den Testamentsvollstrecker. Er kann aber auch das Vermögen über längere Zeit für die Erben verwalten. Als Testamentsvollstrecker sollte eine neutrale Person eingesetzt werden, die Ihren letzten Willen dann auch ganz in Ihrem Sinne ausführt.

Lassen Sie sich bei der Errichtung eines Testamentes immer von einem Erbrechtsspezialisten beraten. Das deutsche Erbrecht ist nämlich kompliziert. Bereits kleine Ungenauigkeiten in der Formulierung können fatale Folgen haben. Hierzu ein Beispiel: Viele schreiben in ihr Testament, dass der Ehepartner Vorerbe und die Kinder Nacherben sein sollen. Diese Formulierung hat unerwünschte Nebenwirkungen. Das Wort Vorerbe bedeutet, dass der Ehegatte keine Berechtigung hat, die Substanz der Erbschaft zu verbrauchen. Er ist nur eine Art Treuhänder. Er darf zum Beispiel keine Immobilien verkaufen oder Nachlassgelder für sich verwenden. Der überlebende Ehepartner hat also nichts von der Erbschaft, nicht einmal seine Versorgung im Alter ist vielleicht gesichert. Dies war aber gar nicht gewollt. Sie sehen also, dass kleine Formulierungsfehler schlimme Folgen haben können. Deshalb: Zu Risiken und Nebenwirkungen Ihres Testaments fragen Sie Ihren Fachanwalt für Erbrecht. Lassen Sie auch bereits bestehende Testamente von einem Spezialisten überprüfen. Es ändert sich ständig etwas im deutschen Recht, vor allem im Steuerrecht.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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