Was versteht man unter „Verfügungen von Todes wegen“?

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Was versteht man unter „Verfügungen von Todes wegen“? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Was versteht man unter „Verfügungen von Todes wegen“?

Das sind Ablebensverfügungen, die beim Eintritt des Todes gelten. Es kann sich dabei um einseitige Verfügungen oder um vertragliche Verfügungen handeln. Die einseitigen Verfügungen nennt man auch Testament oder letztwillige Verfügung. Vertragliche Verfügungen können nur im Erbvertrag getroffen werden. Leider wird der Begriff letztwillige Verfügung oft falsch gebraucht, nämlich i.S.v. Ablebensverfügung oder im Sinne von Verfügung von Todes wegen als Oberbegriff. Dieser Gebrauch ist falsch. Eine letztwillige Verfügung kann nur eine Verfügung sein, die einseitig angeordnet wird und vom Erblasser jederzeit wieder kann. Dies ist bei vertraglichen Verfügungen in Erbvertrag nicht der Fall. Deshalb ist es falsch bei vertraglichen Verfügungen in Erbverträgen von letztwilligen Verfügungen zu sprechen, was selbst in der Fachliteratur immer wieder geschieht.

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