Welche Formvorschriften gelten für einen Erbvertrag?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Welche Formvorschriften gelten für einen Erbvertrag?

Druckansicht öffnen 

[ 26.12.2014 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

  • Ein Erbvertrag kann nur zur Niederschrift eines Notars bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Teile geschlossen werden (§ 2276 Abs. 1 S. 1 BGB).
  • Nur der Erblasser muss dabei persönlich anwesend sein, während sich der andere Vertragsschließende, der keine Verfügung von Todes wegen trifft, vertreten lassen kann.
  • Der Erbvertrag ist in der gleichen Form wie ein öffentliches Testament zu errichten (§§ 2276 Abs. 1 S. 2, 2232, 2233 BGB), also als notarielle Urkunde
  • Der Erblasser hat dabei die Wahl, ob er den Erbvertrag bspw. durch mündliche Erklärung oder Übergabe einer offenen oder verschlossenen Schrift, verbunden mit der Erklärung, dass die Schrift seinen letzten Willen enthalte, errichtet (vgl. § 30 BeurkG).
  • Wir können nicht genug vor dem Erbvertrag warnen. Oft werden Erbverträge geschlossen, ohne dass die Erblasser wissen, dass sie aus dem Erbvertrag nicht mehr herauskommen. Ein Erbvertrag sollte nur in Ausnahmefällen geschlossen werden, wenn besondere Umstände dies erfordern.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Was ist ein „nachgeholtes Behindertentestament“?

Nachgeholtes Behindertentestament. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby. RUBY. Anwalt. Erbrecht. Konstanz, Radolfzell, Villingen, Rottweil Nachgeholtes Behindertentestament Von einem  „nachgeholten oder unterlassenen Behindertentestament“ spricht man, wenn die Eltern ein behindertes Kind aber kein Behindertentestament haben. Man kann die vergleichbaren Rechtswirkungen noch nach dem Erbfall „nachholen“, indem der Behinderte eine unbeschränkte Erbschaft ausschlägt und mit dem Nächstberufenen eine…

Christliche Zeitreise durchs Erbrecht

Druckansicht öffnen  [ 21.10.2015 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Auf eine spannende Zeitreise durch das Erbrecht nahm Referent Gerhard Ruby die Zuhörer des Vortrags „Christliche Impulse im Erbrecht“ mit.  Die vierte Veranstaltung der vom katholischen Bildungswerk veranstalteten Erbrechtstage beleuchtete ein von der Wissenschaft wenig beachtetes Feld der Rechtswissenschaft. Ruby stellte die alten Römer als…

Spekulationssteuer bei Erbteilung eines Hauses

  Spekualtionssteuer Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Wenn zwischen Kauf und Verkauf eines nicht selbst bewohnten Hauses weniger als zehn Jahre liegen, muss man den Veräußerungsgewinn (also die Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis und nicht den gesamten Verkaufspreis) als Einkommen versteuern. Auch im Erbrecht droht diese Gefahr. Beachte: Beim selbst bewohnten Eigenheim gibt es diese…

Menü