Wenn Oma mit ihrem „klein Häuschen“ die Familie terrorisiert

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Wenn Oma mit ihrem „klein Häuschen“ die Familie terrorisiert. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Wenn Oma mit ihrem „klein Häuschen“ die Familie terrorisiert

Das gibt es immer wieder: Oma Elisabeth ist Witwe und hat – wie die meisten Frauen – ihren Mann, den guten Opa Adalbert überlebt. Kinder und Enkel wissen um Oma ihr „klein Häuschen“. Aber da gibt es auch noch einen ordentlichen Notgroschen und erben würden alle gern. Oma betont immer, dass ihre Kinder und Enkel einmal alles bekommen werden … „wenn ihr schön brav seid“. Vergisst ein Enkel einmal, der Oma zum Geburtstag zu gratulieren, greift Oma sofort zum Telefonhörer und ruft die Enkelmutter also Omas Kind an. Da wird dann schon klar gemacht, dass es auch noch die andere Seite gibt oder gar die Schwester Ilse. Also wenn deine Tochter nicht an die Oma denkt, dann muss ich mir doch überlegen, ob nicht die Ilse erben soll oder dein Bruder. Oma versteht es geschickt mit der Erberwartung der Kinder und Enkelkinder, aber auch ihrer Schwester und des örtlichen Dorfpfarrers, aber auch des Bürgermeisters zu spielen. Für die Kirche hat sie ein neue Marienstatue und für die Gemeinde einen Dorfbrunnen vorgesehen – sagt sie.

Was müssen die Kinder und Enkelkinder befürchten. Solange Oma kein Testament errichtet hat, erben alles ihre Kinder. Die Enkelkinder erben nach dem Gesetz nichts. Da helfen dann auch die ganzen Ankündigungen und Versprechungen nichts. Der letzte Wille muss handschriftlich von Oma nieder geschrieben und unterschrieben werden, und zwar von A bis Z.

Tritt gesetzliche Erbfolge ein, geht Omas ganzes Vermögen auf die gesetzlichen Kinder, z.B. die drei Kinder A, B und C über, ohne dass sie das in einem Testament aufzählen müsste. Das ist der Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge, den Laien oft nicht verstehen.

Der Bürgermeister, der Pfarrer, aber auch die Enkel werden in die Luft schauen, wenn Oma Elisabeth kein Testament errichtet. Ihre mündlichen Versprechungen sind wertlos.

Sollte Oma Elisabeth allerdings ihre Schwester Ilse wirklich in einem Testament handschriftlich zur Alleinerben einsetzen, bekommt Ilse alles. Die Kinder von Elisabeth können aber 50 % des Vermögens als Geld von der Alleinerbin Ilse verlangen.

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