Wer muss sich um die Beerdigung kümmern?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Wer muss sich um die Beerdigung kümmern?

Wer muss sich um die Beerdigung kümmern? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Wer muss sich um die Beerdigung kümmern?

Frage:

Ist der Erbe immer berechtigt bzw. verpflichtet, sich um die Beerdigung und Beisetzung des Verstorbenen zu kümmern?

Antwort:

Nein. Um Fragen zur Bestattung und Beerdigung hat sich in erster Linie nicht der Erbe sondern der sogenannte Totenfürsorgeberechtigte zu kümmern. Nach den einzelnen Bestattungsgesetzen der jeweiligen Bundesländer steht das Recht zur Totenfürsorge jeweils dem nächsten Angehörigen zu, in erster Linie dem Ehegatten und Kindern des Verstorbenen. Diese haben Entscheidungen zur Bestattung und Beerdigung, bspw. auch zur Einäscherung zu treffen. Die genaue Rangfolge der jeweils zuständigen Angehörigen ist in den einzelnen Bestattungsgesetzen bzw. Friedhofsgesetzen der jeweiligen Bundesländer geregelt.

Die für eine ordnungsgemäße Beerdigung angefallenen Kosten hat jedoch der Erbe gem. § 1968 BGB zu tragen.

Somit fällt also das Recht, die Beerdigung zu organisieren und die jeweilige Beisetzungsart zu wählen von der Kostentragungspflicht u. U. auseinander.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Welches ist das herrschende Prinzip im deutschen Erbrecht?

Das herrschende Prinzip im deutschen Erbrecht. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Das herrschende Prinzip im deutschen Erbrecht Das ist der Grundsatz der Testierfreiheit (der „Letzte Wille“ zählt!). Testierfreiheit ist die vom Erbrecht im objektiven Sinn eingeräumte Möglichkeit, in den Grenzen des Pflichtteilsrechts frei durch Verfügung von Todes wegen über das eigene Vermögen zu verfügen. Die Testierfreiheit ist ein…

Testamentsauslegung: Wie wird der Nachlass aufgeteilt, wenn im Testament die Aufteilung nur teilweise geregelt ist?

  Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby   In einem Testament war verfügt: „Mein Bruder soll den größeren Teil meines Geldes haben…“ Die Erblasserin hinterließ nur Geld. Mehr war nicht geregelt? Was sollte der größere Teil sein? Was sollte mit dem Rest geschehen? Das Landgericht München sprach dem Bruder die Hälfte des Geldvermögens zu  Die andere…

Schweiz Doppelbesteuerungsabkommen mit Denkschrift u. Einführung

DBA Deutschland Schweiz im Erbschaftsteuerrecht Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby I. Der Schweizer ErblasserEin Wegzug in die Schweiz, um Steuern zu sparen, hat seinen Charme. Aber er lohnt sich erst, wenn größere Vermögen zu vererben sind. Zu beachten ist dabei aber, dass sich ein Wegzug in die Schweiz erst nach sechs Jahren steuermindernd auswirkt. Wenn die…

Menü