Wird die Verpflichtung zur Zahlung von Unterhalt an die Ex-Ehefrau weiter vererbt?

Druckansicht öffnen 

[ 24.02.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Der Fall kommt häufig vor. Der geschiedene Mann zahlt an sein Exfrau Unterhalt. Der Ehemann stirbt. Die Frau will Unterhalt, die Erben wollen nicht zahlen. Es ist aber so, dass die Unterhaltspflicht auf die Erben übergeht. Allerdings ist die Zahlungspflicht begrenzt auf die Höhe des fiktiven Pflichtteils der Frau, den sie also hätte, wenn die Ehe nicht geschieden worden wäre. Allerdings kann der Unterhaltsanspruch auch verwirkt sein, z.B. wenn die Exehefrau in einem eheähnlichen Verhälntis lebt. 

Das Oberlandesgericht Koblenz hat in einem ähnlichen Fall so entschieden: OLG Koblenz, Urteil vom 19.09.2001 – 9 UF 647/00

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü