Vermächtnis: Wer zahlt die Kosten der Erfüllung?

  1. Startseite
  2. Aktuelles
  3. Vermächtnis: Wer zahlt die Kosten der Erfüllung?
 

Vermächtnis

Wer in einem Testament mit einem Vermächtnis bedacht ist, freut sich zunächst. Oft entstehen aber Kosten für die Erfüllung des Vermächtnisses. Dann stellt sich die Frage:

Wer muss zahlen?

Wer ein Vermächtnis erhält ist meist nicht der Erbe. Der Erbe bekommt zunächst den gesamten Nachlass. Er muss dann aber das Vermächtnis, also den vermachten Gegenstand, an den Vermächtnisnehmer herausgeben.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob der Erbe oder der Vermächtnisnehmer die Auslagen und Kosten für die Erfüllung des Vermächtnisses zu bezahlen hat.

Welche Kosten?

Ist der vermachte Gegenstand ein Haus oder ein Grundstück muss die Umschreibung des Hauses über einen Notar erfolgen. Es fallen also Notarkosten und Grundbuchkosten an.

Bei beweglichen Gegenständen (alles was kein Grundstück ist) können Kosten für den Transport, die Versendung und Versicherung des vermachten Gegenstandes anfallen.

Erbe zahlt grundsätzlich

Grundsätzlich hat der Erbe all diese Kosten zu zahlen. Er ist Schuldner des Vermächtnisses und hat alles zu tun, damit das Vermächtnis erfüllt wird. Dazu gehört eben auch die Pflicht, die dabei entstehenden Kosten zu tragen.

 

Erblasser kann es anders regeln

Derjenige, der ein Vermächtnis in seinem Testament aussetzt, kann es im Testament aber auch anders regeln. Grund: Der Erbe, der etwas abgeben muss, muss sonst auch noch die Kosten tragen. Das führt oft zu unguten Situationen.

Wer will, dass der Vermächtnisnehmer die Kosten trägt schreibt also einfach in seinem Testament:

Sämtliche Kosten der Vermächtniserfüllung trägt der Vermächtnisnehmer

Ruby – Die Kanzlei für  Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber garnicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an

Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

 
Sie erreichen RUBY. Die Kanzlei für Erbrecht unter 07721 9930505

Das könnte Sie auch interessieren

S’Erbe

Druckansicht öffnen  [ 02.04.2014 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Dieses Mundartgedicht von Ingrid Koch wurde uns freundlicherweise von der Vorsitzenden der Muddersprochgesellschaft VS-Villingen, Frau Brüderle zur Verfügung gestellt. S‘ Erbe Wehe dene, dia als Oinzelkind ins Lebe neigschtellt worre sind, dia also bis zum bittre End nia den Genuss von Gschwischter hent, koin Schwoger…

Bekomme ich als Enkel auch einen Pflichtteil?

Bekomme ich als Enkel auch einen Pflichtteil? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Bekomme ich als Enkel auch einen Pflichtteil? Frage: Mein Großvater väterlicherseits hat eine für unsere Familie völlig fremde Frau zur Alleinerbin eingesetzt. Können mein Vater und ich unseren Pflichtteil verlangen? Antwort: Ihr Vater ja, Sie hingegen nicht. § 2309 BGB bestimmt hierüber: §…

Bestandsverzeichnis: Informationen für den Pflichtteilsberechtigten

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist für Erbrecht Ist ein Pflichtteilsberechtigter (z.B. Kind, Ehegatte) vom Erblasser enterbt worden, steht ihm ein Pflichtteilsanspruch zu. Damit er diesen geltend machen kann, hat er gegen den Erben ein Anspruch auf Auskunft über den tatsächlichen Bestand des Nachlasses im Zeitpunkt des Todes des Erblassers. Daneben hat er auch einen Auskunftsanspruch…

Menü