Gesamthandsgemeinschaft: Es geht nur gemeinsam

  1. Startseite
  2. G
  3. Gesamthandsgemeinschaft: Es geht nur gemeinsam

Gesamthandsgemeinschaft: Es geht nur gemeinsam

Gesamthandsgemeinschaft: Es geht nur gemeinsam

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Die Gesamthandsgemeinschaft ist eine Gemeinschaft von Personen, denen ein bestimmtes Vermögen gemeinschaftlich zusteht.

Beispiele von Gesamthandsgemeinschaften sind

  • die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (§§ 705 – 740 BGB)
  • die Gütergemeinschaft (§ 1419 BGB)
  • die Erbengemeinschaft (§ 2033 Abs. 2 BGB)
  • die Urhebergemeinschaft (§ 8 Abs. 2 S. 1 UrhG)
    (früher)
  • die nach Eheschließung erworbenen Vermögensgegenstände in der Errungenschaftsgemeinschaft

Jede Person hat einen ideellen Anteil am Gesamthandsvermögen, nicht dagegen an den einzelnen zum Vermögen gehörenden Gegenständen und Forderungen. Diese stehen den Personen vielmehr gemeinschaftlich zu, aber in gesamthänderischer Gebundenheit (vgl. > Gesamthandseigentum). Im Gegensatz zur Bruchteilsgemeinschaft (§§ 741 ff. BGB) ist also jeder Gesamthänder Eigentümer der ganzen Sache und Inhaber der gesamten Forderung („Jedem gehört alles“). Das Gesamthandsvermögen ist rechtlich selbstständig und losgelöst vom sonstigen Privatvermögen der Gesamthänder. Da jeder Gesamthänder gleichberechtigter Träger des Gesamthandvermögens ist, steht es ihnen zur Vermeidung von Interessenkollisionen untereinander zur gesamten Hand zu. Es ist gesamthänderisch gebunden und die Gesamthänder können nur zusammen darüber verfügen.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Ich habe meinen Erbteil ausgeschlagen, möchte ihn jetzt aber doch. Geht das?

Ich habe meinen Erbteil ausgeschlagen, möchte ihn jetzt aber doch. Geht das?

Pflichtteilsrecht: Einmal Ausgleichung, immer Ausgleichung

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Wenn in einem Übergabevertrag der Eltern an die Kinder oder eines der Kinder eine Ausstattung zugewendet wurde oder eine Schenkung mit Ausgleichungsanordnung oder eine vorweggenommene Erbfolge durchgeführt wurde, hat dies möglicherweise Fernwirkungen auf das Pflichtteilsrecht. Gerade bei einer Vorweggenommenen Erbfolge liegt für die Rechtsprechung eine Ausgleichungsanordnung nahe, so dass die…

Eine Überlast im Denkmalschutz – Was ist das denn?

Eine Überlast im Denkmalschutz – Was ist das denn?

Menü