Verwandtschaftsgrad: Wie man ihn ermittelt

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Verwandtschaftsgrad erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Im wievielten Grad bin ich verwandt?

Der Verwandtschaftsgrad bezeichnet die Nähe der Verwandtschaft von Personen. Der Verwandtschaftsgrad kann für das Erbrecht Bedeutung haben. Verwandt sind Personen, die von der gleichen Person abstammen. Je niedriger der Verwandtschaftsgrad, desto näher ist die Verwandtschaft. Der Verwandtschaftsgrad bestimmt sich nach der Anzahl der Geburten über die man mit einer bestimmten Person verwandt ist. Man zählt dabei alle Geburten, die notwendig sind, um die Verwandtschaft mit der Zielperson herzustellen, nicht aber die Geburt der Zielperson.

Beispiel 1

Bin ich selbst der Erblasser, bin ich mit meiner Mutter im ersten Grade verwandt. Meine eigene Geburt war notwendig, um die Verwandtschaft herzustellen und die Geburt meiner Mutter wird nicht mitgezählt. Damit ist eine Geburt notwendig, um die Verwandtschaft zu vermitteln und es liegt eine Verwandtschaft ersten Grades vor.

Beispiel 2

Sterbe ich und erbt meine Tante mütterlicherseits, liegt Verwandtschaft dritten Grades zu ihr als Erbin vor. Ich selbst als Erblasser musste geboren werden, meine Mutter musste geboren werden und meine Großmutter musste geboren werden, um die Verwandtschaft zu meiner Tante, deren Geburt nicht mitgezählt wird, zu vermitteln. Es waren also 3 Geburten notwendig um meine Verwandtschaft zu vermitteln, damit liegt Verwandtschaft dritten Grades vor.

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