Erbe ich als Lieblingsnichte nichts, wenn der Erblasser Kinder hatte?

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Erbe ich als Lieblingsnichte nichts? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Erbe ich als Lieblingsnichte nichts?

Frage:

Ich bin die Lieblingsnichte meines verwitweten Onkels. Er war für mich wie ein Vater und ich für ihn wie eine Tochter Während sein Sohn und seine Tochter nichts von ihm wissen wollten, habe ich ihn die letzten Jahre seines Lebens versorgt und gepflegt. Er ist jetzt gestorben und hat kein Testament hinterlassen. Die Kinder, die sich jahrelang nie sehen ließen, beanspruchen jetzt das Erbe. Ist es richtig, dass ich leer ausgehen?

Antwort:

Leider ja. In Ihrem Fall, in dem keine Verfügung von Todes wegen (also kein Testament oder Erbvertrag) vorliegt, kommt die sogenannte gesetzliche Erbfolge zum Tragen. Nach dem Gesetz sind die Kinder des Erblassers gesetzliche Erben erster Ordnung. Nichten und Neffen sind gesetzliche Erben zweiter Ordnung. Da nach dem Gesetz engere Verwandte (also der Zahl nach niedrigere Ordnungen) die weiter entfernten Verwandten vom Erbe ausschließen, gehen sie leider leer aus. Die erste Ordnung (Kinder) geht beim gesetzlichen Erbrecht der zweiten Ordnung (Nichten und Neffen) vor.

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Über Gerhard Ruby – Für die Presse

Druckansicht öffnen  [ 26.07.2015 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Gerhard Ruby ist Erbrechtsexperte, mehrfacher Buchautor, Erfinder der Erbrechtstage, Gründer der ersten deutschen Kanzlei (nur) für Erbrecht wie auch der Erbrechtsakadamie und gilt als „Dometscher zwischen Juristen und den Menschen außerhalb der Gerichtssäle“. Sein Weg als Erbrechtsanwalt begann 1992 und heute zählt er zu den…

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