Erbschaftsteuer: Zehnjahreszeitraum rückwärts berechnen

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Erbschaftsteuer: Zehnjahreszeitraum rückwärts berechnen. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Konstanz, Radolfzell, Rottweil, Villingen-Schwenningen. 

Erbschaftsteuer: Zehnjahreszeitraum rückwärts berechnen

Alle zehn Jahre gibt es bei Schenkungen die Schenkungssteuerfreibeträge – bei Ehegatten 500.000 €, bei Kindern 400.000 €, bei Enkeln 200.000 € – neu. Das heißt, man kann Schenkungen im Wert dieser Beträge steuerfrei zuwenden. Der Bundesfinanzhof musste sich nun mit einem Fall beschäftigen, in welchem der Vater am 31. Dezember 1998 dem Sohn ein Grundstück überschrieben hatte und dies genau zehn Jahre später am 31. Dezember 2008 wiederum tat. Während das Finanzamt davon ausging, dass die Zuwendung vom 31.12.1998 innerhalb des Zehnjahreszeitraumes nach § 14 Erbschaftsteuergesetz erfolgt sei, gaben das Finanzgericht und der Bundesfinanzhof der Klage statt.
Die Zuwendung vom 31.12.1998 sei nicht als Vorerwerb bei der Berechnung der Schenkungsteuer für die Zuwendung vom 31.12.2008 zu berücksichtigen, weil sie außerhalb des Zehnjahreszeitraums war. Der Zehnjahreszeitraum sei ausgehend vom letzten Erwerb rückwärts zu berechnen, wobei der Tag des letzten Erwerbs mit zu zählen sei.

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