BGB § 2162 Dreißigjährige Frist für aufgeschobenes Vermächtnis

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Kann ein Vermächtnis auch für einen noch Ungeborenen ausgesetzt werden?

Ja, doch muss der Bedachte spätestens mit Aublauf von dreißig Jahren nach dem Erbfall erzeugt sein.

§ 2162 BGB Dreißigjährige Frist für aufgeschobenes Vermächtnis
   (1) Ein Vermächtnis, das unter einer aufschiebenden Bedingung oder unter Bestimmung eines Anfangstermins angeordnet ist, wird mit dem Ablauf von 30 Jahren nach dem Erbfall unwirksam, wenn nicht vorher die Bedingung oder der Termin eingetreten ist.
   (2) Ist der Bedachte zur Zeit des Erbfalls noch nicht gezeugt oder wird seine Persönlichkeit durch ein erst nach dem Erbfall eintretendes Ereignis bestimmt, so wird das Vermächtnis mit dem Ablauf von 30 Jahren nach dem Erbfall unwirksam, wenn nicht vorher der Bedachte gezeugt oder das Ereignis eingetreten ist, durch das seine Persönlichkeit bestimmt wird.

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