Können Verschollene für tot erklärt und dann beerbt werden?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Können Verschollene für tot erklärt und dann beerbt werden?

Können Verschollene für tot erklärt und dann beerbt werden? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Können Verschollene für tot erklärt und dann beerbt werden?

Ja, das ist nach dem Verschollenheitsgesetz möglich. Die Todeserklärung ist z.B. zulässig, wenn seit dem Ende des Jahres, in dem der Verschollene nach den vorhandenen Nachrichten noch gelebt hat,

  • 10 Jahre 

verstrichen sind. Wenn also jemand einfach verschwindet, kann er nach 10 Jahren für tot erklärt werden. Wenn der Verschollene zur Zeit der Todeserklärung das achtzigste Lebensjahr vollendet hatte, kann er schon nach 5 Jahren für tot erklärt werden:

  • 5 Jahre ab 80. Lebensjahr.

Eine Todeserklärung vor Beendigung des fünfundzwanzigsten Lebensjahres ist aber nicht möglich:

  • nicht vor 25. Lebensjahr.

Liegt ein Fall der so genannten Kriegs-, See-,Luft- oder Gefahrsverschollenheit vor, verkürzt sich diese Frist auf 6 Monate bzw. ein Jahr:

  • besondere Gefahr: 6 Monate / 1 Jahr

Die Todeserklärung begründet die Vermutung, dass der verschollene in dem im Beschluss festgestellten Zeitpunkt gestorben ist. Ist dies nicht der Fall und taucht der für tot erklärte später wieder auf, kann er die Erbschaft von den falschen Erben herausverlangen.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Rentenrückruf nach dem Tod eines Rentners

Rentenrückruf nach dem Tod eines Rentners

Mir wurde vom Vater das Haus vermacht. Muss mein Bruder jetzt den Hausschlüssel abgeben?

Mir wurde vom Vater das Haus vermacht. Muss mein Bruder jetzt den Hausschlüssel abgeben? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Zum Haus gehören auch die Schlüssel  Mir wurde vom Vater das Haus vermacht, muss mein Bruder jetzt seinen Hausschlüssel herausgeben? Ja, denn beim Hausschlüssel, den ihr Bruder früher von den Eltern als Mitbewohner des Hauses bekam,…

Ich habe den Erblasser gepflegt. Kann man das von der Erbschaftsteuer absetzen?

Erblasser gepflegt. Kann man das von der Erbschaftsteuer absetzen? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Erblasser gepflegt. Kann man das von der Erbschaftsteuer absetzen? Frage: Ich habe meinen schwerbehinderten Onkel jahrelang betreut. Kann ich das bei der Erbschaftssteuer geltend machen? Antwort: Ja, Sie können bei der Erbschaftsteuer einen Freibetrag bis zu 20.000 Euro geltend machen, wenn…

Menü