Pflichtteil: Trick 17 für nichteheliche Lebensgefährten

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Pflichtteil: Trick 17 für nichteheliche Lebensgefährten

Pflichtteil: Trick 17 für nichteheliche Lebensgefährten

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist für Erbrecht.

Frage:

Meine Lebensgefährtin und ich leben in nichtehelicher Lebensgemeinschaft. Wir sind beide geschieden und haben Kinder aus diesen Ehen. Wir haben zusammen ein Haus. Wir möchten nicht, dass unsere Kinder etwas davon bekommen. Wie können wir das erreichen?

Antwort:

Um das Pflichtteilsrecht Ihrer Kinder auszuschalten, schlage ich folgende Vorgehensweise vor. Sie schenken sich gegenseitig jeder den Miteigentumsanteil des anderen. Also sie schenken ihre Miteigentumshälfte an ihre Lebensgefährtin und umgekehrt schenkt ihre Lebensgefährtin ihre Miteigentumshälfte an Sie. Dabei behält sich aber jeder das Recht vor seine geschenkte Hälfte zurückzufordern, wenn der andere Lebensgefährte vorverstirbt. Wenn also Ihre Lebensgefährtin z.B. nach 9 Jahren vorversterben sollte, dann fordern Sie Ihre vor 9 Jahren geschenkte Miteigentumshälfte zurück. Die Hälfte Ihrer Lebensgefährtin wurde vor 9 Jahren geschenkt, so dass die Kinder ihrer Lebensgefährtin nur noch die Hälfte von 10 % der Hälfte des Hauswertes als Pflichtteil verlangen können. Währen seit der Schenkung schon zehn Jahre vorbei könnten die Kinder gar nichts mehr verlangen.

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