Was geschieht, nachdem das Amt des Testamentsvollstreckers angenommen wurde?

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[ 09.12.2014 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Zwischen dem Testamentsvollstrecker und den Erben entsteht dann ein auftragsähnliches gesetzliches Schuldverhältnis.

Unverzüglich nach Annahme des Amtes muss der Testamentsvollstrecker dem Erben ein Verzeichnis der seiner Verwaltung unterliegenden Nachlassgegenstände und der bekannten Nachlassverbindlichkeiten mitteilen und ihm die zur Aufnahme eines Inventars sonst erforderliche Beihilfe leisten.

Bei einer länger dauernden Verwaltung kann der Erbe jährlich Rechnungslegung durch den Testamentsvollstrecker verlangen.

Nachlassgegenstände, deren der Testamentsvollstrecker zur Erfüllung seiner Aufgaben nicht bedarf, hat er dem Erben auf Verlangen zur freien Verfügung zu überlassen, und zwar gerade auch vor Beendigung seines Amtes.

Der Testamentsvollstrecker hat neben einem Anspruch auf Ersatz seiner Aufwendungen auch Anspruch auf eine angemessene Vergütung, sofern der Erblasser im Testament die Vergütung nicht geregelt oder ausgeschlossen hat.

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