Was ist eigentlich ein „Erbschaftsvertrag“?

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Was ist eigentlich ein „Erbschaftsvertrag“? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht. Konstanz, Radolfzell, Rottweil, Villingen-Schwenningen. 

Was ist eigentlich ein „Erbschaftsvertrag“?

Der Erbschaftsvertrag ist ein Vertrag zwischen dem vermutlichen Berechtigten und einem anderen über den Nachlass eines noch lebenden Dritten.

Hierbei ist zu beachten: Eigentlich sind alle Verträge über den Nachlass eines noch lebenden Dritten, über ein Vermächtnis aus diesem Nachlass oder über den Pflichtteil nach § 311b Abs. 4, 5 BGB nichtig. Für „künftige gesetzliche Erben“ lässt § 311 b V BGB die Ausnahme zu, dass mögliche gesetzliche Erben einen Erbschaftsvertrag über den Nachlass eines noch lebenden Dritten schließen können, der notariell zu beurkunden ist. Auch die Ausschlagungsverpflichtung vor dem Tod des Erblassers durch Vertrag unter künftigen Erben fällt unter § 311b BGB.

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