Was kann vererbt werden und was ist nicht vererbbar?

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Was ist nicht vererbbar? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

Was ist nicht vererbbar?

Das Gesetz sagt, dass das „Vermögen als Ganzes“ übergeht.

Es werden also nur  Position vererbt, die einen Vermögenswert darstellen. Positionen, die keinen Vermögenswert haben, sind also nicht vererbbar.

Nicht vermögenswerte Positionen

und damit nicht vererbbar sind z.B. der Leichnam oder das allgemeine Persönlichkeitsrecht.

Das allgemeine Persönlichkeitsrecht

überdauert den Tod des Erblassers als postmortales Persönlichkeitsrecht Auch nach seinem Tod hat der Verstorbene das Recht, dass sein Andenken angemessen gewahrt wird, auch wenn er dieses Recht selbst nicht mehr wahrnehmen kann. Es muss von seinen nächsten Angehörigen wahrgenommen werden. Dieser Achtungsanspruch geht aber nicht auf die Erben über. Es steht weiterhin nur dem nunmehr Verstorbenen zu. Die Ausübung oder Wahrnehmung muss aber durch die nächsten Angehörigen erfolgen. Der Verstorbene kann ihn ja selbst nicht mehr durchsetzen. 

Das Persönlichkeitsrecht hat aber auch vermögenswerte Bestandteile, z.B. die Möglichkeit aus dem Namen eines verstorbenen Prominenten Geld zu machen, nämlich durch Werbung mit seinem Namen oder seinem Bild. Das Recht am eigenen Bild und das Namensrecht sind kommerzieller Natur und damit vererbbar. Die vermögenswerten Bestandteile des postmortalen Persönlichkeitsrechts erlöschen zehn Jahre nach dem Tod der Person. Die ideellen Bestandteile des postmortalen Persönlichkeitsrechts werden über die zehn Jahre hinaus geschützt.

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