Was versteht man unter „Kollation“?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Was versteht man unter „Kollation“?

Kollation. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Kollation ist die Vermehrung einer Erbmasse durch Einwerfen oder Anrechnung von Vermögensobjekten seitens gewisser Abkömmlinge, die den gemeinsamen Erblasser zusammen mit anderen Abkömmlinge beerben.

Haben Sie es verstanden?

Nein, kein Problem. Wie immer hilft ein

Beispiel:

Hat der Sohn A vom Erblasser E eine Ausstattung von 200 bekommen die Tochter B aber nichts  und hinterlässt der Erblasser E bei seinem Tode 300, erhalten A und B nach dem Gesetz nicht etwa jeder 150, sondern die Ausstattung ist in die Erbteilung einzubeziehen. Die Erbmasse wird fiktiv auf 500 erhöht. Hiervon hätte jeder 250 zu erhalten. Da A schon 200 bekommen hat, erhält er nur noch 50. Die verbleibenden 250 erhält B. A und B haben somit jeder 250, also gleich viel erhalten.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

ROK BGB § 0528 Rückforderung wegen Verarmung des Schenkers

  1. Allgemeines Eine Schenkungsrückforderung durch den Sozialhilfeträger ist möglich, wenn der Schenker innerhalb von zehn Jahren nach der Schenkung verarmt. Das ist der Fall, wenn er für sich selbst oder für Unterhaltsberechtigten den Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kann. § 528 BGB Rückforderung wegen Verarmung des Schenkers   (1) Soweit der Schenker nach der Vollziehung der…

Erbengemeinschaft: Kein Anspruch auf isolierte Auszahlung!

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Frage: Mein Onkel ist verstorben und hat ein Haus im Wert von 160.000,00 € und Geld bei der Bank in Höhe von ebenfalls 160.000,00 € hinterlassen. Wir sind 8 Miterben zu gleichen Teilen. Ich möchte nun sofort die mir zustehenden 20.000,00 € bei der Bank abholen, da ich das Geld…

Gesamtschuldklage: Der Nachlassgläubiger kann auch einen einzelnen Miterben verklagen

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Mit Gesamtschuldklage wird die Klage eines Nachlassgläubigers gegen einen oder einzelne Miterben als Gesamtschuldner bezeichnet. Ziel der Gesamtschuldklage ist die Vollstreckung gegen den verklagten Miterben persönlich (daneben gibt es noch die Gesamthandsklage s.u.). Jeder Miterbe kann als Gesamtschuldner einzeln verklagt werden. Erhebt der Nachlässgläubiger gegen verschiedene Miterben als Gesamtmschuldner Klage, muss die Klage gegen die…

Menü