Bestandsverzeichnis: Informationen für den Pflichtteilsberechtigten

  1. Startseite
  2. B
  3. Bestandsverzeichnis: Informationen für den Pflichtteilsberechtigten

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist für Erbrecht

Ist ein Pflichtteilsberechtigter (z.B. Kind, Ehegatte) vom Erblasser enterbt worden, steht ihm ein Pflichtteilsanspruch zu. Damit er diesen geltend machen kann, hat er gegen den Erben ein Anspruch auf Auskunft über den tatsächlichen Bestand des Nachlasses im Zeitpunkt des Todes des Erblassers. Daneben hat er auch einen Auskunftsanspruch bezüglich der vom Erblasser vor seinem Ableben gemachten Schenkungen. Meistens sind nur die Schenkungen der letzten zehn Jahre vor dem Tod von Interesse, es kann aber auch sein, dass länger zurückliegende Schenkungen ein Rolle spielen, zum Beispiel wenn sich der Erblasser als Schenker eines Hauses den Nießbrauch am Haus vorbehalten hat.

Grundsätzlich hat der Erbe diese Auskünfte im Rahmen eines Bestandsverzeichnisses zu erteilen, das auf Verlangen des Enterbten von einem Notar zu erstellen ist. Dann hat der Pflichtteilsberechtigte das Recht bei der Aufnahme durch den Notar mit einem Bevollmächtigten dabei zu sein.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie gefährlich sind latente Steuern im Nachlass?

  Latente Steuern Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Gehört zum Nachlass Betriebsvermögen gehören, können latente Steuern gefährlich werden, die bei dessen Veräußerung oder Überführung ins Privatvermögen entstehen. Man kann diese latenten Steuern weder bei der Berechnung für den Pflichtteil noch für die Erbschaftsteuer vom Nachlasswert abziehen. Die latenten Steuern werden aber richtigerweise bei der Bewertung…

Schwere Krebserkrankung begründet keine Zweifel an der Testierfähigkeit

Eine schwere Krebserkrankung begründet keine Zweifel an der Testierfähigkeit Das Oberlandesgericht Bamberg hatte sich mit einem Urteil vom 18.06.2012 (Az. 6 W 20/12) mit einem Fall zu befassen, in dem ein schwer krebskranker Mensch kurz vor seinem Tode noch ein Testament errichtet hat. Die im Testament nicht bedachten Personen haben dieses Testament angegriffen mit der…

Kann bei einer Erbengemeinschaft eine teilweise Auseinandersetzung des Nachlasses verlangt werden?

Druckansicht öffnen  [ 07.11.2013 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Nein, nur in Ausnahmefällen. Es gilt der Grundsatz dass keine Teilauseinandersetzung verlangt werden kann, sondern grundsätzlich der gesamte Nachlass auseinanderzusetzen ist. Wer eine Erbteilungsklage anstrengt muss als Kläger einen entsprechender Teilungsplan aufstellen. Nur in Ausnahmefällen kann eine auf Personen oder bestimmte Nachlassteile beschränkte Teilerbauseinandersetzung stattfinden….

Menü