Hofstelle: Was ist das eigentlich?

  1. Startseite
  2. H [Erbrecht verständlich von A - Z]
  3. Hofstelle: Was ist das eigentlich?

Hofstelle: Was ist das eigentlich?

Hofstelle: Was ist das eigentlich?

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Der Begriff Hofstelle wird im deutschen Recht nicht einheitlich verwendet.

Im Baurecht ist die Hofstelle notwendiger Bestandteil eines landwirtschaftlichen Betriebes, auf der der Landwirt wohnt. Es handelt sich in der Regel um die Gebäude des Bauernhofs, die zum Wohnen und Arbeiten bestimmt sind (Wohnteil, Bedienstetenwohnungen, Altenteilerwohnung, Ställe, Scheunen, Werkstatt, Garagen). Eine Hofstelle stellen die Gebäude eines landwirtschaftlichen Betriebes aber nur dann dar, wenn zumindest eines dieser Gebäude ein landwirtschaftliches Wohngebäude ist [ Beschluss des BVerwG vom 4. März 2006 zu § 35 BauGB ].

Im Bewertungsrecht nach § 143 Absatz 3 BewG ist die Hofstelle diejenige Stelle, von der aus landwirtschaftliche Flächen ordnungsgemäß nachhaltig bewirtschaftet werden, wobei Betriebswohnungen und Wohnteil nicht zur Hofstelle zählen (also nur Ställe, Scheunen, Werkstatt, Garagen).

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Niedriger Wert für Grundbesitz ist Finanzamt durch Gutachten nachweisbar

Niedriger Wert für Grundbesitz ist Finanzamt durch Gutachten nachweisbar

Was droht mir, wenn ich das Testament meines Vaters vernichte?

Testament vernichten. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Was droht mir, wenn ich das Testament meines Vaters vernichte, weil es mir nicht gefällt? Sie laufen nicht nur Gefahr, wegen einer Straftat der Urkundenunterdrückung mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft zu werden, sondern sind nach dem Zivilrecht auch noch erbunwürdig, was bedeutet, dass sie weder einen…

Keine Verjährung bei „vergessener“ Schenkungsanzeige

  Verjährung bei der Schenkungsteuer, erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Schenkung und Verjährung Verjährung bei der Schenkungsteuer Schenken will gelernt sein ! Das zeigt ein aktueller Fall, den der Bundesfinanzhof gerade entschieden hat. Nach dem Gesetz ist jede Schenkung binnen drei Monaten von den Beteiligten dem Erbschaftssteuer-Finanzamt anzuzeigen. Eine Anzeige beim normalen Wohnsitz-Finanzamt reicht nicht…

Menü