Kann der Zweck einer Stiftung später wieder geändert werden?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Kann der Zweck einer Stiftung später wieder geändert werden?

Kann der Zweck einer Stiftung später wieder geändert werden? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Kann der Zweck einer Stiftung später wieder geändert werden?

Grundsätzlich nicht. Der Stiftungszweck ist nach der Anerkennung der Stiftung nur in Ausnahmefällen abänderbar, wenn die Erfüllung des Stiftungszwecks unöglich geworden ist oder das Gemeinwohl gefährdet. Die sehr eingeschränkten Möglichkeiten der Änderung des Stiftungszwecks sind in § 87 BGB geregelt:

§ 87 BGB Zweckänderung; Aufhebung
  (1) Ist die Erfüllung des Stiftungszwecks unmöglich geworden oder gefährdet sie das Gemeinwohl, so kann die zuständige Behörde der Stiftung eine andere Zweckbestimmung geben oder sie aufheben.
(2) Bei der Umwandlung des Zweckes soll der Wille des Stifters berücksichtigt werden, insbesondere soll dafür gesorgt werden, dass die Erträge des Stiftungsvermögens dem Personenkreis, dem sie zustatten kommen sollten, im Sinne des Stifters erhalten bleiben. Die Behörde kann die Verfassung der Stiftung ändern, soweit die Umwandlung des Zweckes es erfordert.
(3) Vor der Umwandlung des Zweckes und der Änderung der Verfassung soll der Vorstand der Stiftung gehört werden.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Mein Notar sagt, Bedingungen im Testament seien nicht möglich. Stimmt das?

Bedingungen im Testament. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Bedingungen im Testament Frage: Ich habe meinem Notar ein Testament vorgelegt, in dem ich einmal für den Fall verfügt habe, dass mein Lieblingsneffe adoptiert wird – dann wird er als mein Adoptivsohn mein Alleinerbe – und ein anderes Mal für den Fall, dass mein Lieblingsneffe nicht adoptiert wird…

Darf Testamentsvollstrecker Gegenstände aus Nachlass verschenken?

Gegenstände aus Nachlass verschenken. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Darf der Testamentsvollstrecker Gegenstände aus dem Nachlass verschenken? Nein. Das ist dem Testamentsvollstrecker ausdrücklich verboten. Nur Geschenke zur Erfüllung einer sittlichen Pflicht oder sogenannte Anstandsschenkungen darf der Testamentsvollstrecker vornehmen. Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel….

Übernahme von Bestattungskosten durch den Sozialhilfeträger

Übernahme von Bestattungskosten durch den Sozialhilfeträger. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Übernahme von Bestattungskosten durch den Sozialhilfeträger Zum Personenkreis des Verpflichteten i.S. des § 74 SGB XII. § 74 SGB XII Bestattungskosten Die erforderlichen Kosten einer Bestattung werden übernommen, soweit den hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, die Kosten zu tragen. Für Experten: LSG Baden-Württemberg…

Menü