Können Annahme oder Ausschlagung einer Erbschaft angefochten werden?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Können Annahme oder Ausschlagung einer Erbschaft angefochten werden?

Annahme oder Ausschlagung einer Erbschaft anfechten. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Annahme oder Ausschlagung einer Erbschaft anfechten

Frage:

Kann die Erklärung über die Annahme / Ausschlagung einer Erbschaft angefochten werden?

Antwort:

Ja sie kann angefochten werden und zwar aus den gleichen Gründen wie jede Willenserklärung also wegen Irrtums, Täuchung oder Drohung.

§ 1954 BGB Anfechtungsfrist
   (1) Ist die Annahme oder die Ausschlagung anfechtbar, so kann die Anfechtung nur binnen sechs Wochen erfolgen.
   (2) Die Frist beginnt im Falle der Anfechtbarkeit wegen Drohung mit dem Zeitpunkt, in welchem die Zwangslage aufhört, in den übrigen Fällen mit dem Zeitpunkt, in welchem der Anfechtungsberechtigte von dem Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt. Auf den Lauf der Frist finden die für die Verjährung geltenden Vorschriften der §§ 206, 210, 211 entsprechende Anwendung.
   (3) Die Frist beträgt sechs Monate, wenn der Erblasser seinen letzten Wohnsitz nur im Ausland gehabt hat oder wenn sich der Erbe bei dem Beginn der Frist im Ausland aufhält.
   (4) Die Anfechtung ist ausgeschlossen, wenn seit der Annahme oder der Ausschlagung 30 Jahre verstrichen sind.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Was ist eine Pflichtteilsbeschränkung in guter Absicht?

Pflichtteilsbeschränkung in guter Absicht. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Pflichtteilsbeschränkung in guter Absicht Die Pflichtteilsbeschränkung in guter Absicht ist in § 2338 BGB geregelt. Sie ist eine Gestaltungsempfehlung des Gesetzgebers selbst. Der Erblasser kann Abkömmlingen den Pflichtteil in guter Absicht beschränken, wenn sich der Abkömmling in einem solchem Maß der Verschwendung ergeben hat oder in solchem Maß…

Was gilt, wenn im Testament die Erben zwar mit Namen aber ohne Bruchteile benannt sind?

Im Testament die Erben zwar mit Namen aber ohne Bruchteile benannt. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Im Testament die Erben zwar mit Namen aber ohne Bruchteile benannt Hier ist im Zweifel von gleichen Erbteilen nach Köpfen auszugehen. § 2091 BGB Unbestimmte Erbteile Sind mehrere Erben eingesetzt, ohne dass die Erbteile bestimmt sind, so sind sie zu…

Pflichtteil: Müssen alle Pflichtteilsberechtigten den Pflichtteil zusammen geltend machen?

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Nein. Der Pflichtteil als Ersatz für das gesetzliche Erbrecht steht jedem Pflichtteilsberechtigten unabhängig von den anderen Pflichtteilsberechtigten zu. Jeder Pflichtteilsberechtigte kann sein Recht für sich allein geltend machen, also die Hälfte des gesetzlichen Erbteils in Geld alleine vom Erben oder einem Miterben fordern. Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht…

Menü