Pflichtteil: Wer ist pflichtteilsberechtigt?

  1. Startseite
  2. P
  3. Pflichtteil: Wer ist pflichtteilsberechtigt?

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Wenn Kinder, Ehegatten oder Eltern im Testament übergangen werden, gelten sie als „enterbt“. D.h. aber nicht, dass sie gar nichts bekommen, wie das landläufig unter enterben verstanden wird. Die Pflichtteilsberechtigten haben auch bei Enterbung, also Übergehung im Testament, Anspruch auf einen Pflichtteil. Eltern sind allerdings nur pflichtteilsberechtigt, wenn der Verstorbene selber keine Kinder hatte. Im Normalfall sind also der Ehegatte und die Kinder pflichtteilsberechtigt.

Sonst ist niemand pflichtteilsberechtigt. Andere mit dem Erblasser verwandte Personen (z.B. Geschwister, Nichten, Neffen, Cousins, Cousinen, Großeltern) haben als Enterbte also keinen Pflichtanspruch.

In extremen Fällen kann den Pflichtteilsberechtigten, also im Normalfall den Kindern, auch der Pflichtteilsanspruch entzogen werden.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Was ist mit dem Pflichtteilsanspruch in der Insolvenz?

Druckansicht öffnen  [ 06.11.2014 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Wenn der Pflichtteilsanspruch vom Schuldner nicht geltend gemacht wird, kann der Insolvenzverwalter nicht auf ihn zugreifen. Grund: Der Insolvenzverwalter kann einen Pflichtteilsanspruch erst verwerten, wenn er pfändbar ist. Pfandbar ist er aber erst, wenn der Pflichtteilsanspruch durch Vertrag anerkannt oder eingeklagt worden ist. § 36…

Bindungswirkung beim gemeinschaftlichen Ehegattentestament

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist Erbrecht Haben deutsche Eheleute ein gemeinschaftliches Testament errichtet, in dem sie Verfügungen getroffen haben, die der eine Ehegatte nicht ohne die Verfügung des anderen Ehegatten getroffen hätte, ist im Falle des Ablebens eines Ehegatten der andere grundsätzlich an die Verfügungen gebunden (sog. Bindungswirkung). Er kann dann das Testament nicht mehr…

Erbschein: Kosten für Erbschein und Erbscheinsverfahren

  Erklärt von Gerhard Ruby, Anwalt für Erbrecht. Bei Nachlässen mit Grundstücken wird ein Erbschein fast immer benötigt. Gibt es nur bewegliches Vermögen und Sparguthaben, kann eine Vollmacht ausreichend sein. Die Kosten für einen Erbschein richten sich nach der Höhe des Nachlasswerts. Die Höhe der Gebühren ergibt sich aus der Anlage 2 zum GNotKG, die…

Menü