Steuervorteile bei Ehegattentestament für Schlusserben!

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Steuervorteile bei Ehegattentestament für Schlusserben. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Konstanz, Radolfzell, Rottweil, Villingen-Schwenningen.

Steuervorteile bei Ehegattentestament für Schlusserben

Frage:

Ich bin Alleinerbe meiner Tante. Mein Onkel, das heißt ihr Ehemann und Bruder meiner Mutter, ist bereits im Jahre 2002 vorverstorben. Mein Onkel und meine Tante haben sich gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt und mich in ihrem Ehegattentestament als Schlusserben. Ich habe nun zu meiner Überraschung erfahren, dass ich als Erbe meiner angeheirateten Tante in der schlechtesten Steuerklasse III mit einem Steuersatz von 30 % bin. Ist das richtig?

Antwort:

Ja, das ist leider richtig. Denn Steuerklasse II sind nur die Abkömmlinge 1. Grades von Geschwistern, das heißt nur gegenüber dem leiblichen Onkel oder gegenüber der leiblichen Tante ist man in dieser günstigen Steuerklasse II.

Helfen

kann im vorliegenden Fall § 15 Abs. III ErbStG, wonach auf Antrag der Versteuerung das Verhältnis des Schlusserben zum erstverstorbenen Ehegatten zugrunde zu legen ist, soweit das Vermögen des Erstverstorbenen beim Tod des überlebenden Ehegatten noch vorhanden ist. Denn im vorliegenden Fall haben wir ein Testament mit gegenseitiger Alleinerbeneinsetzung und Schlusserbeneinsetzung sowie Bindung des überlebenden Ehegatten an die Verfügung. Damit kommt man in einen Steuersatz von beispielsweise 20 % bei einem Erwerb von 300.000,00 €.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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