Wann kann der Erbe die aufschiebenden Einreden zur Berichtigung von Schulden nicht geltend machen?

Aufschiebenden Einreden. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Der Erbe kann die Dreimonatsreinrede (innerhalb von drei Monaten nach der Annahme der Erbschaft) und die Aufgebotseinrede (für die Dauer des Aufgebotsverfahrens) nicht geltend machen

  • wenn der Erbe entweder allen oder wenigstens dem seine Befriedigung fordernden Gläubiger gegenüber unbeschränkt haftet;
  • soweit der Gläubiger aus einer dinglichen Sicherung Befriedigung erlangt und daher nach § 1971 BGB von dem Aufgebot der Nachlassgläubiger nicht betroffen wird. Hierbei bleibt jedoch ein erst nach dem Eintrittes des Erbfalls im Wege der Zwangsvollstreckung , des Arrestes oder der einstweiligen Verfügung erlangtes Recht außer Betracht, § 2016 BGB.
Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü