Erbfolge: Gesetzlich, per Testament oder vorweggenommener Erbfolge

  1. Startseite
  2. E
  3. Erbfolge: Gesetzlich, per Testament oder vorweggenommener Erbfolge

Erbfolge: Gesetzlich, per Testament oder durch vorweggenommene Erbfolge. Erklärt von Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Konstanz, Radolfzell, Rottweil, Villingen-Schwenningen.

Erbfolge: Gesetzlich, per Testament oder durch vorweggenommene Erbfolge

Es werden drei Arten der Erbfolge unterschieden, wobei nur die beiden ersten zum eigentlichen Erbrecht zählen: Die gesetzliche Erbfolge, die gewillkürte Erbfolge und die nicht zum Erbrecht i.e.S. zu rechnende vorweggenommene Erbfolge.

1. Gesetzliche Erbfolge

Ist kein testamentarisch oder erbvertraglich bestimmter Erbe vorhanden, kommt es zur gesetzlichen Erbfolge. Bei ihr bestimmt das Gesetz, wer Erbe und damit Gesamtrechtsnachfolger (Universalsukzession) des Erblassers wird. Der Erblasser bleibt also bis zu seinem Tod Eigentümer seines Vermögens, dass dann mit dem Tod im Wege der gesetzlichen Erbfolge als Nachlass auf den / die Erben übergeht. Erben sind nach den Vorschriften des Erbrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch der Ehegatte (§ 1931 BGB) oder Lebenspartner (§ 10 LPartG) des Erblassers, dessen Abkömmlinge (Erben erster Ordnung), dessen Eltern und deren Abkömmlinge (Erben zweiter Ordnung) usw.

2. Gewillkürte Erbfolge

Liegt dagegen ein rechtswirksames Einzeltestament (§ 1937 BGB), ein wirksames gemeinsames Testament (§ 2265 BGB), ein wirksamer Erbvertrag (§ 1941 BGB) (das sind alles sogenannte Verfügungen von Todes wegen) vor, so wird von einer gewillkürten Erbfolge gesprochen (Erbfolge nach dem Willen des Erblassers). Wird durch die Verfügung von Todes wegen nur ein Teil des Vermögens unter den Erben verteilt, so ist für den übrigen Teil die gesetzliche Erbfolge anzuwenden.

3. Vorweggenommene Erbfolge

Von vorweggenommener Erbfolge spricht man, wenn der künftige Erblasser bereits zu seinen Lebzeiten Personen, die nach seiner Vorstellung einmal seine künftigen Erben sein werden, durch Übergabevertrag bedenkt. Bei der vorweggenommenen Erbfolge werden also schon zu Lebzeiten Rechte und Pflichten der Beteiligten begründet.  Die Verträge zur vorweggenommenen Erbfolge sind nicht im Erbrecht geregelt, sondern können – je nach Gestaltung – dem Schenkungsrecht, Ausstattungsrecht, Gesellschaftsrecht oder Güterrecht zuzuordnen sein.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Ehepaare ohne Kinder: Ohne Testament kommt die Katastrophe

Ehepaare ohne Kinder: Ohne Testament kommt die Katastrophe

Blanko-Unterschrift beim Notar für späteres Testament?

Blanko-Unterschrift beim Notar für späteres Testament?

Wie wird ein Erbbaurecht bewertet?

Was ist eigentlich ein Erbbaurecht genau? Das Erbbaurecht ist ein Recht an einem Grundstück. Der Erbbauberechtigte darf auf einem Grundstück, das einem anderen gehört, ein Haus bauen und nutzen. Der andere bleibt Eigentümer des Grundstücks (oft sind das Gemeinden oder kirchliche Einrichtungen), aber der Erbbauberechtigte hat das Recht auf dem fremden Grundstück zu bauen und zu wohnen…

Menü