ErbSt: Kein Abzug latenter Einkommensteuerlast als Nachlassverbindlichkeit

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. ErbSt: Kein Abzug latenter Einkommensteuerlast als Nachlassverbindlichkeit

ErbSt: Kein Abzug latenter Einkommensteuerlast als Nachlassverbindlichkeit. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

ErbSt: Kein Abzug latenter Einkommensteuerlast als Nachlassverbindlichkeit

Das Finanzgericht München hat am 18.02.2009 entschieden, dass erbschaftsteuerlich kein bereicherungsmindernder Abzug latenter Einkommensteuerbelastungen als Nachlassverbindlichkeit möglich ist (Az.: 4 K 1131/07):

Gehören zum Nachlass Wertpapiere, auf die bis zum Todeszeitpunkt des Erblassers noch nicht fällige Zinsansprüche aus Stückzinsen entfallen, so fließen dem Erben insoweit später nach § 20 i.V.m. § 11 EStG steuerpflichtige Kapitaleinkünfte zu. Dass die auf diese zum Zeitpunkt des Erbfalls noch nicht fälligen Zinsansprüche entfallende latente Einkommensteuerbelastung nicht als bzw. wie ein Nachlassverbindlichkeitim Sinne des § 10 Abs. 5 ErbStG anerkannt werden kann, verstößt auch nach Wegfall des § 35 EStG a.F. (aufgehoben ab dem Veranlagungszeitraum 1999) weder gegen grundlegende Besteuerungsprinzipien der Erbschaftsbesteuerung noch gegen Verfassungsrechte.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Testamentsunterschrift „D.O.“ ist unwirksam

Testamentsunterschrift „D.O.“ ist unwirksam. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Testamentsunterschrift „D.O.“ ist unwirksam Frage: Mein Onkel hat ein wirksames Testament geschrieben und mich in einem Zusatz zu diesem Testament zusätzlich bedacht. Den Zusatz hat er nur mit „D.O.“ unterzeichnet. Ist der Zusatz wirksam? Antwort: Nach Auffassung des Oberlandesgerichtes Celle ist der Zusatz nicht wirksam unterzeichnet. Das…

Keine Verwirkung des Anspruchs auf Elternunterhalt bei psychischer Erkrankung

Keine Verwirkung des Anspruchs auf Elternunterhalt bei psychischer Erkrankung. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Keine Verwirkung des Anspruchs auf Elternunterhalt bei psychischer Erkrankung Der BGH hat entschieden, unter welchen Voraussetzungen der Sozialhilfeträger, der einem im Heim lebenden Elternteil Sozialleistungen erbracht hat, von dessen Kindern eine Erstattung seiner Kosten verlangen kann (BGH, Urteil v. 15.9.2010 – XII…

Taubstummer Erblasser kann Testament selber schreiben

  Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Auch wenn der Erblasser nicht hinreichend hören und sprechen kann, so kann er doch ein Testament eigenhändig errichten, wenn er schreiben kann. Kann er nicht schreiben oder nicht lesen, muss er zum Notar und das Testament vor dem Notar durch Erklärung (wozu auch Gesten wie Kopfnicken und Kopfschütteln und…

Menü