Kann ein Erbvertrag angefochten werden?

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[ 03.01.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Ein Erbvertrag kann genauso wie ein Testament angefochten werden, z.B. bei einem Irrtum. Dieses Anfechtungsrecht steht nicht nur

  • nach dem Erbfall denjenigen Personen zu, welchen die Aufhebung der letztwilligen Verfügung unmittelbar zustatten kommen würde,
  • sondern auch dem Erblasser und diesem logischerweise schon zu seinen Lebzeiten.

Das Anfechtungsrecht des Erblassers erklärt sich daraus, dass es durch die Verbindlichkeit des Erbvertrages für ihn eine Möglichkeit geben muss, dass er sich vom Erbvertrag lösen kann, wenn Anfechtungsgründe vorliegen.

Zu beachten ist, dass das Anfechtungsrecht des Erblassers durch Verstreichenlassen der einjährigen Anfechtungsfrist oder durch Bestätigung des Erbvertrages durch den Erblasser erlischt und dass dann auch Dritten kein Anfechtungsrecht mehr zusteht.

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