Vermögen zunächst dem Ehepartner und später dann den Kindern vererben

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Vermögen zunächst dem Ehepartner und später dann den Kindern vererben

Vermögen zunächst dem Ehepartner und später dann den Kindern vererben. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Vermögen zunächst dem Ehepartner und später dann den Kindern vererben

Hier gibt es zwei Vererbungsmöglichkeiten durch ein Ehegattentestament. Die eine nenn man die Trennungslösung, die andere die Einheitslösung.

Bei der Trennungslösung setzt jeder Ehegatte den anderen als Vorerben und die Kinder als Nacherben ein. Zuerst erbt der überlebende Ehegatte, kann aber nicht zum Nachteil der Kinder verfügen, so dass diese nach seinem Tod sicher Ersatzerbe werden. Der überlebende Ehegatte erbt den Nachlass des vorverstorbenen Ehepartners getrennt von seinem sonstigen Vermögen. Es vermischt sich nicht, sondern ist auch getrennt zu halten. Deshalb spricht man von Trennungslösung. Das getrennte Vorerbe wird dann beim Tod des überlebenden Ehegatten vom vorverstorbenen Ehegatten ein zweites Mal vererbt, nämlich an die Kinder. Der überlebende Ehegatte ist also nur Zwischenstation. Das Gesetz tut alles, damit das Vorerbe sicher bei den Nacherben ankommt.

Bei der Einheitslösung setzt jeder Ehegatte den anderen zum Vollerben und die Kinder zu Schlusserben ein. Hier vermischen sich das Vermögen des überlebenden und verstorbenen Ehegatten. Die beiden Vermögen (Eigenvermögen des Überlebenden und Nachlass des Verstorbenen) verbinden sich zu einer Einheit. Deshalb spricht man hier von Einheitslösung. Das ist der Normalfall dessen, was man heute Berliner Testament nennt. Hier besteht die Gefahr, dass der überlebende Ehegatte zu seinen Lebzeiten noch frei über das Vermögen verfügen kann und so die Kinder in ihrer Erberwartung beeinträchtigen kann.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Pflicht zur Altersvorsorge nur im Rahmen der gesetzlichen Rente

Pflicht zur Altersvorsorge. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Frage: Ist die Hausübergabe meines Vaters an mich sittenwidrig, wenn die Heimkosten für meinen Vater zum überwiegenden Teil von der Sozialhilfe getragen werden müssen, weil mein Vater mir sein Haus vor mehr als zehn Jahren gegen ein Wohnungsrecht  sowie eine Pflegeverpflichtung übergeben hat. diese Verpflichtungen nach dem Übergabevertrag…

Ist die Erbschaftsteuer verfassungswidrig?

Bis 2008 war die Erbschaftsteuer auf jeden Fall verfassungswidrig. Für Grundvermögen wurden Steuerwerte angesetzt, die deutlich unter dem wirklichen Wert lagen. Wer Geld erbte musst voll versteuern, wer ein Haus erbte nur etwa die Hälfte. Das Bundesverfassung hat deshalb das damalige t Erbschaftssteuerrecht für verfassungswidrig erklärt. Das höchste deutsche Gericht verlangte von den Politikern alle…

Wenn keine Enkelkinder da sind, haben Eltern einen Pflichtteilsanspruch

Wenn keine Enkelkinder da sind, haben Eltern einen Pflichtteilsanspruch

Menü