Testamente und Erbverträge: Welche Folgen haben Formverstöße?

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[ 04.01.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Liegen Formverstöße vor, dann ist die Verfügung von Todes wegen nichtig.

In solchen Fällen kann eine Umdeutung erwogen werden: Wenn ein Erbvertrag zum Beispiel deshalb nichtig ist, weil der Erblasser nicht unbeschränkt geschäftsfähig ist, dann kommt eine Umdeutung der vertragsmäßigen Verfügung in testamentarische in Betracht, wenn insoweit die Form gewahrt wird und der Erblasser testierfähig ist.

Wird eine Bindung aus einem gemeinschaftlichen Testament aus wechselbezüglicher Verfügung vom Erblasser nicht beachtet, ist eine Umdeutung in ein Rechtsgeschäft unter Lebenden zu erwägen.

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