Eröffnung eines Testaments durch das Nachlassgericht

  1. Startseite
  2. E
  3. Eröffnung eines Testaments durch das Nachlassgericht

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Wer sich als Erbe gegenüber Banken, Versicherungen und Behörden ausweisen will, benötigt entweder einen Erbschein oder das Testament des Erblassers mit dem sogenannten „Eröffnungsprotokoll“ über die Eröffnung des Testaments durch das zuständige Nachlassgericht.

Hierzu ist das im Privatbesitz befindliche Testament nach dem Tod des Erblassers direkt oder über einen Rechtsanwalt oder Notar an das zuständige Nachlassgericht einzureichen, verbunden mit dem Antrag, das Testament zu eröffnen. Ein hinterlegtes Testament wird von Amts wegen an das Nachlassgericht weitergeleitet.

Dem Antrag ist eine Sterbeurkunde des Erblassers beizufügen sowie die Namen und Anschriften der gesetzlichen Erben sowie – falls der Testamentsinhalt bekannt ist – auch die Anschriften der testamentarischen Erben.

Das Nachlassgericht bestimmt hiernach einen sogenannten „Eröffnungstermin“, zu dem die gesetzlichen und testamentarischen Erben geladen werden. Erscheinen diese zu dem Termin nicht, erhalten sie vom Nachlassgericht schriftlich Kenntnis über den Inhalt des Testaments.

Durch die Einsicht in das Testament soll allen Beteiligten die Möglichkeit gegeben werden, die Rechtsgültigkeit der letztwilligen Verfügung zu überprüfen. Ferner beginnen mit der Bekanntgabe des eröffneten Testaments diverse Fristen zu laufen, z. B. Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs, Erbausschlagung oder Verjährung.

Wer sich in einem Testament übergangen fühlt, dessen Echtheit oder Richtigkeit anzweifelt, sollte unverzüglich nach Erhalt des eröffneten Testaments rechtlichen Rat bei einem Fachanwalt für Erbrecht einholen.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Auslegung der Testamentsklausel „erst nach unserem Tode sind dann die Angehörigen berechtigt zu erben”

Erst nach unserem Tode sind dann die Angehörigen berechtigt zu erben. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Erst nach unserem Tode sind dann die Angehörigen berechtigt zu erben Frage: Meine Mutter ist 2010 verstorben. Ich bin ihre Tochter aus erster Ehe. Ihr Mann aus zweiter Ehe ist 2009 vorverstorben. Mit ihrem zweiten Mann hatte meine Mutter keine…

Zehn Gründe, warum im Erbrecht so gestritten wird: Grund 8

Warum im Erbrecht so gestritten wird. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Grund 8: Pflichtteilsanrechnung In vielen Testamenten findet sich die Formulierung: „Meine Tochter Marianne muss sich die 10.000 Euro, die ich ihr 2002 geschenkt habe, auf den Pflichtteil anrechnen lassen.“ Die Tochter akzeptiert das nicht, und verklagt ihren Bruder, den Erben, und hat recht. Im Gegensatz…

Landgut liegt bei Dauerbewirtschaftung durch Ehemann der Gutserbin von seinem Hof aus nicht mehr vor

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist für Erbrecht, Villingen – Radolfzell – Rottweil Landgut Ob der Pflichtteil weichender Erben bei einem Bauernhof nach dem hohen Verkehrswert oder dem niedrigen Ertragswert zu bezahlen ist, beschäftigt die Gerichte seit eh und je. So auch das OLG Hamm in einem interessanten Fall, der vom OLG Hamm am 30.1.2014…

Menü